Eine Vielzahl von Arzneimitteln, darunter sowohl innovative Medikamente als auch Generika, werden aktiv entdeckt. Die Nomenklatur dieser Arzneimittel ist eine komplexe Aufgabe. Die Arzneimittel werden nach Schemata benannt, bei denen die spezifische Silbe im Arzneimittelnamen Informationen über die chemische Struktur, die pharmakologische Wirkung oder die Indikation des Arzneimittels vermittelt. Arzneimittelnamen enthalten auch ein einzigartiges, einprägsames und von den sponsernden Firmen akzeptiertes Präfix.
Obwohl jedes Medikament einen einzigartigen Namen hat, können manchmal zwei (02) oder mehr Medikamente orthografische und phonetische Ähnlichkeiten aufweisen. Dies kann in den Anfangsphasen zu Verwirrung führen, später jedoch schwerwiegende Folgen haben.
Die POCA wurde eingeführt, um dieses Maß an Komplexität und Fehlerrisiko zu vermeiden. POCA steht für Phonetic and Orthographic Computer Analysis (Phonetische und Orthografische Computeranalyse). Es ist ein Software-Tool, das einen fortschrittlichen Algorithmus verwendet, um die orthografische und phonetische Ähnlichkeit zwischen zwei (02) Arzneimittelnamen zu bestimmen. Es wurde erstmals 2009 von der FDA eingeführt.
Die Agência Nacional de Vigilância Sanitária (ANVISA) führte 2018 das POCA-Programm ein. Dieses Programm prüft, wie ähnlich ein Markenname in Schreibweise und Aussprache bereits im Land registrierten Medikamenten ist. Es kann den Namen eines Medikaments mit vielen anderen Medikamentennamen aus verschiedenen Datenquellen abgleichen. Die brasilianische POCA-Datenbank wird laufend mit den Namen der bei der ANVISA registrierten Medikamente aktualisiert.
Die POCA-Suche liefert drei (03) Datensätze:
- Kombinierte orthografische und phonetische Übereinstimmungen
- Phonetische Übereinstimmungen
- Orthographische Übereinstimmungen
Basierend auf den kombinierten POCA-Werten werden ähnliche Namen klassifiziert als:
| Kategorien von Namenspaaren | Kombinierter Wert |
| Namenpaar mit hoher Ähnlichkeit | ≥70% |
| Namenspaar mit durchschnittlicher Ähnlichkeit | ≥55 % bis ≤ 69 % |
| Namenpaar mit geringer Ähnlichkeit | ≤54% |
Bei Namenspaaren mit hoher Ähnlichkeit ist das Fehlerrisiko am höchsten, selbst wenn es Unterschiede im Produktprofil gibt. Die gleiche Stärke und Dosis von Medikamenten kann das Risiko für Namensverwechslungen bei mäßig ähnlichen Namen erhöhen.
ANVISA ist befugt, einen Namen jederzeit abzulehnen, wenn dieser verwirrend oder irreführend ist. Um ANVISA-Ablehnungen zu vermeiden, ist es daher ratsam, eine vorherige POCA-Analyse durchzuführen.
Zusätzlich zu POCA empfiehlt die ANVISA die Durchführung von Simulationsstudien, um die Fähigkeit von Verbrauchern und Gesundheitsfachkräften zu bewerten, einen Medikamentennamen zu verstehen.
Das POCA ist ein nützliches Werkzeug, um Verwechslungen zwischen phonetisch ähnlichen Markennamen von Medikamenten zu vermeiden. Es ist auch online für schnellen und direkten Zugriff verfügbar, ohne dass die Software heruntergeladen werden muss.
Wir leben tatsächlich in einem Zeitalter der Digitalisierung für den Pharmamarkt. Von der Nutzung von Technologie für die Nomenklatur eines Medikaments bis hin zu Online-Einreichungen von Dossiers ist alles nur einen Klick entfernt! In einem solch dynamischen Szenario sind ein fundiertes Verständnis und Erfahrung im Markt unerlässlich.
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