Risikomanagement nach ISO 14971 für Medizinprodukte – Ein Überblick
Hersteller von Medizinprodukten agieren in einem Umfeld, in dem Produktsicherheit, Lebenszyklusleistung, Nachhaltigkeit, Wartungsfreundlichkeit, Cybersicherheit, Benutzerfreundlichkeit und Nachmarktdaten zunehmend miteinander verknüpft sind. Das Risikomanagement gemäß ISO 14971 erstreckt sich mittlerweile über die Konzeption und Entwicklung hinaus auf die Fertigung, Wartung, Software-Updates, die Leistung im Einsatz, Upgrades, die Aufarbeitung, Entscheidungen über das Ende der Nutzungsdauer sowie die Überwachung nach dem Inverkehrbringen. Die Norm ISO 14971 unterstützt diesen Lebenszyklusansatz, indem sie von den Herstellern verlangt, Risiken vom ersten Konzept bis hin zu den Produktions- und Nachproduktionsaktivitäten zu managen.
Viele Unternehmen stehen jedoch vor Herausforderungen bei der Pflege vollständiger und aktueller Risikomanagementunterlagen für Medizinprodukte. Zu den häufigsten Problemen zählen veraltete Gefahrenanalysen, unzureichende Verknüpfungen zwischen Risikokontrollen und Nachweisen zur Verifizierung, unvollständige Nutzen-Risiko-Dokumentation, eine begrenzte Einbeziehung von Rückmeldungen aus der Marktphase sowie eine mangelhafte Abstimmung zwischen Risikomanagement, Designkontrollen, CAPA, Beschwerden, Benutzerfreundlichkeit, Cybersicherheit und Änderungskontrolle. Diese Lücken führen zu Audit-Befunden, Verzögerungen bei der Einreichung von Zulassungsanträgen, Bedenken hinsichtlich der Produktsicherheit und Compliance-Risiken über den gesamten Lebenszyklus hinweg.

Als Berater für ISO 14971 unterstützt Freyr Unternehmen bei der Erstellung, Überprüfung, Korrektur und Pflege von Risikomanagement-Dokumentationen, die den Anforderungen der ISO 14971 entsprechen. Von Risikomanagementplänen und Gefahrenanalysen für Medizinprodukte über die Rückverfolgbarkeit von Risikokontrollmaßnahmen, die Risiko-Nutzen-Bewertung sowie Aktualisierungen während und nach der Produktion bis hin zu auditfähigen Analysen und Berichten zum Risikomanagement von Medizinprodukten – Freyr hilft Unternehmen dabei, die Produktsicherheit, das Vertrauen der Aufsichtsbehörden und die Risikosteuerung über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu stärken.
Freyrs Beratungsdienstleistungen zum Risikomanagement nach ISO 14971
Erstellung von Risikomanagement-Dokumenten gemäß ISO 14971
- Festlegung von Risikomanagementplänen und Zuständigkeiten gemäß ISO 14791
- Festlegung von Kriterien für die Risikoakzeptanz
- Erkennen von Gefahrensituationen und vernünftigerweise vorhersehbarer Fehlnutzung
- Dokumentation von Gefahrensituationen und Schäden
- Entwicklung von Strategien zur Risikokontrolle in Abhängigkeit von den Produktanforderungen
Risikomanagement – Behebung von Dateiproblemen
- Lückenanalyse hinsichtlich der Anforderungen an das Risikomanagement gemäß ISO 14971
- Überprüfung der Vollständigkeit der Gefahrenanalyse und der Risikokontrolle
- Abstimmung der Risikokontrollen auf die Nachweise aus Verifizierung und Validierung
- Aktualisierung der Restrisikobewertung und der Nutzen-Risiko-Bewertungen
- Erstellung einer prüfungsfähigen Risikomanagement-Datei
Unterstützung beim Lebenszyklus-Risikomanagement
- Einbindung von Beschwerden, CAPA, PMS und Felddaten in Risikobewertungen
- Unterstützung bei der Bewertung der Auswirkungen von Veränderungen
- Aktualisierung von Risikodateien bei Änderungen an Konstruktionen, Software, Prozessen oder Lieferanten
- Prüfung der risikobezogenen Auswirkungen von Modernisierungen, Wartungsarbeiten, Sanierungen oder Entscheidungen über die Außerbetriebnahme
- Durchführung von Risikobewertungen über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg
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ISO 14971 Risikomanagement-Beratung
- Übergangsplan für die IVDR-Konformität
- Technische Überprüfung und Lückenanalyse der IVDR-Anforderungen für die GSPR (Allgemeine Sicherheits- und Leistungsanforderungen)
- Unterstützung bei der Erstellung der technischen Dokumentation gemäß den IVDR-Anforderungen
- Berichte zur wissenschaftlichen Validität basierend auf Literatur und/oder internen Daten
- Berichte zur klinischen Leistung basierend auf Literatur und/oder internen Daten
- Berichte zur klinischen Evidenz oder Leistungsbewertung
- Protokolle und Berichte zur Leistungsüberwachung nach dem Inverkehrbringen (PMPF)
- Post-market Surveillance (PMS)-Protokolle und -Berichte
- Erstellung/Überarbeitung weiterer Dokumente wie Packungsbeilagen/Gebrauchsanweisungen (IFU), Kurzanleitungen (QRI), Bedienungs-/Benutzerhandbücher usw.

- Gesicherte IVDR-Konformität, IVD-Registrierung und CE-Kennzeichnung
- Umfassendes regulatorisches Verständnis und Fachwissen in den wichtigsten Wirkungsbereichen der EU-IVDR
- Ein starkes, projektmanagementgesteuertes Liefermodell zur Gewährleistung der Termintreue
- Interne NB-Experten (Überprüfung des Berichts durch interaktive Prüfer der Benannten Stelle)
- Fokussierte Teams mit übergreifender Expertise in spezifischen Wirkungsbereichen und Geräteklassen
- Funktionsübergreifende Beiträge von Medizinprodukteexperten zur Einhaltung der Anforderungen
- Umfassendes Dienstleistungsspektrum in den Bereichen Konformität, Überprüfung und Planung
- Umfassendes Fachwissen bei der Sicherstellung der Konsistenz von Ergebnissen (Zeit und Qualität)

Warum mit Freyr zusammenarbeiten?
- Umfassende Erfahrung in den Bereichen Qualitätsmanagementsysteme für Medizinprodukte, Designkontrollen und Risikomanagement-Beratung.
- Unterstützung des Risikomanagementprozesses gemäß ISO 14971, einschließlich der Erstellung von Risikomanagement-Dokumenten und der Umsetzung von Korrekturmaßnahmen.
- Praktischer Ansatz zur Rückverfolgbarkeit von Risiken über die Bereiche Design, CAPA, Beschwerden und PMS hinweg.
- Skalierbare Unterstützung über Produktkategorien, globale Portfolios und standortübergreifende Qualitätssysteme hinweg.
- Ein auf Audits ausgerichteter Dokumentationsansatz, der darauf abzielt, das Vertrauen der Aufsichtsbehörden zu stärken.

Häufig gestellte Fragen
01. Warum ist die Einhaltung der Norm ISO 14971 für Hersteller von Medizinprodukten wichtig?
Die Norm ISO 14971 hilft Herstellern dabei, Produktrisiken über den gesamten Lebenszyklus von Medizinprodukten hinweg strukturiert und dokumentiert zu managen. Sie fördert sicherere Konstruktionsentscheidungen, wirksamere Strategien zur Risikokontrolle, eine klarere Abwägung von Nutzen und Risiken sowie eine bessere Überwachung nach dem Inverkehrbringen. Für Hersteller ist sie nicht nur eine Anforderung zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften, sondern auch ein Rahmenwerk zur Verbesserung der Produktqualität, der Patientensicherheit und des Vertrauens der Aufsichtsbehörden.
02. Wie sollten Hersteller das Risikomanagement über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg angehen?
Das Risikomanagement gemäß ISO 14971 für Medizinprodukte sollte bereits in der frühen Entwurfsphase beginnen und sich über die gesamte Entwicklung, Herstellung, den Vertrieb, die Verwendung, die Wartung, Nachrüstungen, die Überwachung nach dem Inverkehrbringen sowie Entscheidungen zum Ende der Nutzungsdauer erstrecken. Ein Lebenszyklusansatz stellt sicher, dass neu auftretende Risiken, Felddaten, Beschwerden, CAPA-Trends und Konstruktionsänderungen kontinuierlich überprüft werden, was den Herstellern dabei hilft, langfristig sichere, konforme und klinisch relevante Medizinprodukte bereitzustellen.
03. Welche Mängel treten häufig in den Risikomanagementunterlagen gemäß ISO 14971 auf?
Zu den häufigsten Mängeln zählen eine unvollständige Gefahrenidentifizierung, unklare Kriterien für die Risikoakzeptanz, eine schwache Verknüpfung zwischen Risikokontrollmaßnahmen und Nachweisdokumenten, veraltete Restrisikobewertungen sowie eine nur begrenzte Nutzung von Daten aus der Zeit nach der Markteinführung. In vielen Unterlagen fehlt zudem eine klare Rückverfolgbarkeit zwischen Konstruktionsvorgaben, Benutzerfreundlichkeit, Cybersicherheit, Beschwerden, CAPA-Maßnahmen und Änderungskontrolle, was es erschwert, bei Audits ein wirksames Risikomanagement über den gesamten Lebenszyklus hinweg nachzuweisen.
04. In welchem Zusammenhang steht das Risikomanagement gemäß ISO 14971 mit den Designkontrollen und dem Qualitätsmanagementsystem (QMS)?
Das Risikomanagement nach ISO 14791 für Medizinprodukte ist eng mit den Konstruktionskontrollen und dem Qualitätsmanagementsystem (QMS) verknüpft, da Risikokontrollen häufig Einfluss auf Konstruktionsinputs, Konstruktionsoutputs, Verifizierung, Validierung, Kennzeichnung, Produktionskontrollen und Aktivitäten nach dem Inverkehrbringen haben. Ein solides QMS stellt sicher, dass Risikobewertungen dokumentiert, überprüft, umgesetzt, überwacht und aktualisiert werden, sobald neue Informationen aufgrund von Beschwerden, Korrektur- und Vorbeugungsmaßnahmen (CAPA), Lieferantenproblemen, Audits oder Produktänderungen vorliegen.
05. Warum sind Daten aus der Zeit nach dem Inverkehrbringen für die Einhaltung der Anforderungen an das Risikomanagement gemäß ISO 14971 wichtig?
Daten aus der Zeit nach der Markteinführung helfen den Herstellern dabei, zu überprüfen, ob identifizierte Risiken weiterhin akzeptabel sind und ob nach der Markteinführung neue oder veränderte Risiken aufgetreten sind. Informationen wie Beschwerden, Serviceaufzeichnungen, unerwünschte Ereignisse, CAPA-Trends, Rückmeldungen zur Benutzerfreundlichkeit und PMS-Befunde sollten in die Risikobewertungen einfließen. Dies unterstützt die kontinuierliche Verbesserung und stellt sicher, dass der ISO-Risikomanagementplan in den Unterlagen für Medizinprodukte die tatsächliche Leistung der Produkte widerspiegelt.
06. Wie sollten Hersteller Risiken bei Konstruktionsänderungen oder Modernisierungen handhaben?
Hersteller sollten prüfen, ob Konstruktionsänderungen, Software-Updates, Prozessänderungen, Lieferantenwechsel, Wartungsanpassungen oder Upgrades neue Gefahren mit sich bringen oder bestehende Risikostufen verändern. Die Risikodokumentation sollte mit überarbeiteten Bewertungen, Kontrollmaßnahmen, Nachweisen zur Überprüfung und Schlussfolgerungen zum Restrisiko aktualisiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass Änderungen kontrolliert, dokumentiert und mit den Anforderungen an die Produktsicherheit sowie den behördlichen Vorgaben in Einklang gebracht werden.
07. Wie kann Freyr Sie bei der Beratung zum Risikomanagement gemäß ISO 14971 unterstützen?
Freyr unterstützt als Berater für Risikomanagement gemäß ISO 14971 bei neuen, generalüberholten und wiederaufbereiteten Medizinprodukten durch die Erstellung, Überprüfung, Korrektur und Pflege von Risikodokumentationen über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Zu den Dienstleistungen gehören Risikopläne, Gefahrenanalysen, Risikobewertungen für Generalüberholungsprozesse, Risikomanagement für Medizinprodukte, Rückverfolgbarkeit von Kontrollmaßnahmen, Nutzen-Risiko-Bewertungen, Aktualisierungen nach dem Inverkehrbringen sowie auditfähige Berichte, die Fachwissen zu QMS, CAPA, PMS, FDA QMSR, EU MDR und Kreislaufwirtschaft integrieren.





