Indonesien ist bei der Regulierung von verarbeiteten Lebensmitteln und Getränken einen Schritt vorausgegangen. Eine Reihe von Richtlinien, auch biotische Vorschriften genannt, wurde von der Badan Pengawas Obat dan Makanan (BPOM), der Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelkontrolle bzw. der indonesischen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde, eingeführt. Diese neuen Vorschriften regeln nicht nur das Vorkommen von Mikroorganismen in allgemeinen verarbeiteten Lebensmitteln und Getränken wie Joghurt und Kombucha, sondern gelten auch für Probiotika.
Warum war die biotische Vorschrift erforderlich?
In den letzten Jahren ist die Vorliebe der Verbraucher für fermentierte Lebensmittel in mehreren südostasiatischen Ländern wie Indonesien exponentiell gewachsen. Diese Lebensmittel enthalten Mikroorganismen, zum Beispiel die beliebten Laktobazillen, die in Joghurt vorkommen und gesundheitliche Vorteile wie eine verbesserte Darmgesundheit und Immunität bieten. Das Problem liegt darin, dass die meisten dieser fermentierten Lebensmittel in verarbeiteter Form vermarktet werden. Verpackte Joghurts und abgefüllter Kombucha überschwemmen weiterhin den Lebensmittelmarkt, da sie als gesund gelten; um sicherzustellen, dass diese verpackten Lebensmittel für den menschlichen Verzehr sicher sind, hat die BPOM diesen Schritt unternommen.
Welche verschiedenen Mikroorganismen sind gemäß der Vorschrift zugelassen?
Die Liste der zugelassenen Mikroorganismen umfasst die folgenden sechzehn (16) Bakterienarten:
- Bifidobacterium animalis
- Bifidobacterium breve
- Bifidobacterium lactis
- Bifidobacterium longum
- Lactobacillus acidophilus
- Lactobacillus casei
- Lactobacillus fermentum
- Lactobacillus lactis
- Lactobacillus paracasei
- Lactobacillus plantarum
- Lactobacillus reuteri
- Lactobacillus rhamnosis
- Leuconostoc citreum
- Lactobacillus delbrueckii (subsp. Bulgaricus)
- Streptococcus salivarius (subsp. Thermophilus).
Was besagt die Biotische Verordnung noch?
Die BPOM hat außerdem vorgeschrieben, dass verarbeitete Lebensmittel und Getränke, die diesen Standards unterliegen, bis zum Ende ihrer Haltbarkeit die erforderliche Menge an lebensfähigen Bakterien aufweisen müssen. Eine Gesamtkeimzahl von mindestens 1x106 KBE/g oder 1x106 KBE/ml des gesamten verarbeiteten Produkts, die durch Laboranalyse und -prüfung bestätigt wird, muss in den Produkten vorhanden sein.
Hersteller, die vor Inkrafttreten dieses Dekrets Vertriebsgenehmigungen für ihre fermentierten verarbeiteten Produkte und Getränke erhalten haben, müssen sicherstellen, dass die Produkte spätestens dreißig (30) Monate nach Inkrafttreten dieser Vorschrift den Anforderungen entsprechen, wodurch die Übergangsfrist bis zum dritten Quartal 2025 reicht.
Produkte, die sich im Antragsverfahren für eine Vertriebsgenehmigung befinden, werden weiterhin gemäß den aktuellen Vorschriften bearbeitet, müssen aber innerhalb von dreißig (30) Monaten die neuen Vorgaben erfüllen.
Fazit
Zusammenfassend ist es interessant zu sehen, wie Indonesien einen Anstieg des Joghurtmarktes erlebt, wobei viele Verkaufsstellen in den sozialen Medien an Aufmerksamkeit gewinnen. Angesichts der Tatsache, dass die Nachfrage nach gesünderen, immunstärkenden Lebensmitteln die Popularität von Joghurt im Land seit dem COVID-19-Ausbruch in die Höhe schnellen ließ, ist die Regulierung dieses plötzlich beliebten Produkts durch die BPOM aus gesundheitlichen und marktbezogenen Gründen offensichtlich. Stellen Sie die Einhaltung der BPOM-Anforderungen durch eine sorgfältige Bewertung Ihrer Lebensmittelprodukte sicher. Kontaktieren Sie die regulatorischen Lebensmittelspezialisten von Freyr für regionalspezifische Compliance-Beratung. Bleiben Sie informiert! Bleiben Sie konform!