Mit der Verpackungs- und Verpackungsabfallverordnung (PPWR) macht die Europäische Union einen Schritt in eine grünere Zukunft – ein wegweisendes Gesetz, das die Art und Weise, wie Produkte in ganz Europa verpackt, verwendet und recycelt werden, grundlegend verändern wird. PPWR wurde entwickelt, um Abfall zu reduzieren und eine Kreislaufwirtschaft im Verpackungsbereich zu fördern, und PPWR die Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt jeder Entscheidung im Bereich Verpackung.
Warum PPWR
Verpackungsabfälle sind seit langem ein großes Umweltproblem. Da jedes Jahr Milliarden Tonnen an Verpackungsmaterialien auf Deponien landen, zielt die EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle darauf ab, sicherzustellen, dass jede einzelne Verpackung zu einer nachhaltigen Zukunft beiträgt – durch besseres Design, bessere Recyclingfähigkeit und verantwortungsvolle Entsorgung.
Die wichtigsten Punkte des EU PPWR
1. Reduzierung und Wiederverwendung von Verpackungen
PPWR verpflichtet Unternehmen dazu, das Volumen und Gewicht von Verpackungen zu minimieren und unnötige oder überdimensionierte Verpackungen zu vermeiden. Bis 2030 müssen alle in der EU verkauften Verpackungen vollständig recycelbar oder wiederverwendbar sein, was Unternehmen dazu anregt, Materialien und Design zu überdenken.
2. Verbesserung der Recyclingfähigkeit
Die EU-Verordnung über Verpackungsabfälle legt klare Zielvorgaben für den Recyclinganteil fest, darunter:
- 30 % Recyclinganteil in Plastikflaschen bis 2030
- 35 % in berührungsempfindlichen Kunststoffverpackungen bis 2040
Diese Maßnahmen zielen darauf ab, ein Kreislaufsystem aufzubauen, in dem Abfall wieder in Ressourcen umgewandelt wird.
3. Materialeinschränkungen
Einwegkunststoffe und nicht recycelbare Materialien werden schrittweise abgeschafft. Bestimmte Materialien wie PVC und nicht kompostierbare Kunststoffe werden strengeren Beschränkungen oder einem vollständigen Verbot von Kunststoffverpackungen unterliegen – was die Industrie dazu zwingt, auf umweltfreundliche Alternativen umzusteigen.
Weitere Einblicke in regulatorische Themen:
4. Eindeutige und einheitliche Kennzeichnung
Um die Verbraucher besser zu informieren, werden auf den vorgeschriebenen Umweltzeichen die Materialart und Entsorgungshinweise angegeben. Diese einheitliche Kennzeichnung wird den Verbrauchern helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen, und die Mülltrennung an der Quelle verbessern.
5. Erweiterte Herstellerverantwortung in der EU (EPR)
Im Rahmen PPWR tragen die Hersteller eine größere Verantwortung für die Entsorgung ihrer Verpackungen am Ende ihrer Lebensdauer. Die Unternehmen müssen sich finanziell an Sammel-, Sortier- und Recyclingprogrammen beteiligen – wobei für nicht recycelbare Materialien höhere Gebühren anfallen.
6. Pfandrückgabesysteme (DRS)
Bis 2029 Member States Pfandrückgabesysteme für Flaschen und Dosen einführen, um die Verwertungsquoten zu steigern und die Vermüllung zu verringern.
Der größere Zusammenhang: Ziele der Kreislaufwirtschaft
PPWR den „Green Deal“ der EU und den Aktionsplan für die Kreislaufwirtschaft, deren Ziel es ist, den Verpackungsabfall bis 2040 um 15 % (im Vergleich zu den Werten von 2018) zu reduzieren. Es handelt sich dabei nicht nur um eine Verordnung – es ist ein Konzept für nachhaltiges Wachstum, Innovation und Umweltverantwortung.
Fazit
Die EU-Verpackungsverordnung markiert einen bedeutenden Wandel hin zu nachhaltigen Verpackungen und verpflichtet Unternehmen dazu, ihre Materialbeschaffung, ihr Design, das Recycling sowie die Berichterstattung zur Einhaltung der Vorschriften zu überdenken. Eine frühzeitige Umstellung gewährleistet eine reibungslosere Einhaltung der Vorschriften, verringert Risiken und stärkt die Nachhaltigkeitsbilanz. Freyr unterstützt Unternehmen durch Bewertungen der Verpackungskonformität, EPR und Berichterstattung EPR , die Überprüfung der Recyclingfähigkeit und von Umweltzeichen sowie die Entwicklung nachhaltiger Verpackungsstrategien– und hilft ihnen so, den ökologischen Wandel anzuführen und gleichzeitig sowohl ihre Produkte als auch den Planeten zu schützen.



