Anforderungen an den UFI-Code gemäß der EU CLP
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Wenn Sie chemische Produkte in der Europäischen Union (EU) oder im Europäischen Wirtschaftsraum (EEA) herstellen, importieren oder verkaufen, ist Ihnen der Begriff „UFI-Code“ vielleicht schon einmal begegnet. Der UFI (Unique Formula Identifier) ist zu einer zentralen Anforderung für die Einhaltung der Chemikaliensicherheit in der gesamten EU geworden. Aber was genau ist ein UFI-Code, und warum ist er für viele Produkte vorgeschrieben? Lassen Sie uns das in einfachen Worten erklären.

Was ist ein UFI-Code?

Ein UFI-Code ist eine 16-stellige alphanumerische Kennung, die dazu dient, die genaue Zusammensetzung eines gefährlichen chemischen Gemischs eindeutig zu identifizieren. Er sieht aus wie eine Folge von Buchstaben und Zahlen – zum Beispiel etwa so: YV9K-3J9A-G209-C2T7.

Das Besondere an der UFI-Kennung (Unique Formula Identifier) ist, dass sie das auf dem Markt verkaufte Produkt mit detaillierten Angaben zur Zusammensetzung verknüpft, die bei der Einreichung eines EU-PCN-Antrags angegeben werden. Diese Verknüpfung ermöglicht eine schnelle und präzise Identifizierung des Gemischs in Notfällen, insbesondere wenn jemand der Chemikalie ausgesetzt ist oder sich daran vergiftet hat.

Woher stammt diese Anforderung?

Die UFI-Anforderung wurde durch die CLP (EU) Nr. 1272/2008 in der durch die Verordnung (EU) Nr. 2017/542 der Kommission geänderten Fassung eingeführt. Mit dieser Änderung wurde eine harmonisierte Anforderung für Meldungen an die Giftnotrufzentralen (PCN) und den UFI-Code eingeführt, um den Rettungsdiensten eine bessere Bewältigung von Vorfällen mit gefährlichen Gemischen zu ermöglichen.

Warum ist ein UFI-Code vorgeschrieben?

Der UFI-Code ist nun für alle gefährlichen Gemische verpflichtend – und hier ist der Grund dafür:

1. Schnelle und präzise Notfallhilfe
Wenn Verbraucher oder Arbeitnehmer mit einem giftigen Produkt in Kontakt kommen, ist Zeit ein entscheidender Faktor. Ohne eine eindeutige Identifizierung kann es für die Mitarbeiter von Giftnotrufzentralen schwierig sein, genau zu erkennen, um welche Mischung es sich handelt, was lebensrettende Ratschläge verzögern kann. Der UFI-Code hilft ihnen, das Produkt sofort mit detaillierten Gefahren- und Zusammensetzungsdaten abzugleichen.

2. Eindeutige UFI-Codes zur Einhaltung gesetzlicher Vorschriften Gemäß der CLP über Kennzeichnungsvorschriften für Chemikalien müssen Produkte, die als gesundheits- oder physikalische Gefahren eingestuft sind, einen UFI-
auf ihrem Etikett aufweisen. Diese Vorschrift gilt für Verbraucher-, gewerbliche und industrielle Produkte, die gefährliche Gemische enthalten. Der Code muss deutlich mit dem Präfix „UFI:“ gekennzeichnet sein, gefolgt von der 16-stelligen Kennung.

3. Harmonisierte Sicherheitsinformationen
Der Kodex stellt eine direkte Verbindung zwischen den Angaben auf dem Produktetikett und der detaillierten chemischen Zusammensetzung her, die im Rahmen der EU-Toxikologischen Meldung (PCN) übermittelt wird. Das bedeutet, dass Rettungskräfte in der gesamten EU jederzeit auf einheitliche, wichtige Sicherheitsinformationen zugreifen können, unabhängig davon, wo das Produkt verkauft wird.

Seit wann ist die UFI-Kennzeichnung vorgeschrieben?

Die UFI-Vorschrift wurde schrittweise eingeführt:

  • Seit dem 1. Januar 2021 sind UFIs für neue Gemische für Verbraucher und gewerbliche Zwecke, die in derEEA gebracht werden, vorgeschrieben.
  • Ab dem 1. Januar 2024 wurde die Anforderung auf Gemische für industrielle Zwecke ausgeweitet.
  • Bis zum 1. Januar 2025 mussten alle bereits auf dem Markt befindlichen gefährlichen Gemische ebenfalls mit einer UFI-Nummer versehen sein.

Diese Fristen bedeuten, dass für fast alle gefährlichen Gemische, die heute in der EU in Verkehr gebracht werden, eine UFI vorliegen und die entsprechende PCN bei den zuständigen Behörden eingereicht worden sein muss.

Wer muss die UFI angeben?

Die Verpflichtung zur Generierung und Kennzeichnung von Produkten mit einer UFI obliegt den Herstellern, Importeuren und nachgeschalteten Anwendern, die gefährliche Gemische auf demEEA in Verkehr bringen. Diese Unternehmen müssen detaillierte Produktinformationen im PCN-Format an die zuständigen Giftnotrufzentralen übermitteln.

Fazit

Ein UFI-Code ist mehr als nur eine Kennung – er ist ein wichtiges regulatorisches Instrument, das Rettungskräften den schnellen Zugriff auf Produktinformationen ermöglicht und die chemische Sicherheit für Anwender in ganz Europa erhöht. Er ist nach EU-Recht für gefährliche Gemische vorgeschrieben und gewährleistet, dass Produkte eindeutig rückverfolgbar sind und in Notfällen rasch angemessene medizinische Beratung geleistet werden kann. Die Experten von Freyr sorgen für die Einhaltung der chemischen Sicherheitsvorschriften, einschließlich CLP , und bieten Dienstleistungen zur Einreichung von UFI-Codes und PCN-Meldungen an, um die Einhaltung der PCN-Vorschriften sicherzustellen.

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