Am 5. März 2026 veröffentlichten Environment and Climate Change Canada und Health Canada den Rahmen für die Risikobewertung von hergestellten Nanomaterialien im Rahmen des kanadischen Umweltschutzgesetzes von 1999 (CEPA), der einen strukturierten Ansatz zur Bewertung von Umwelt- und Gesundheitsrisiken für den Menschen darlegt, die von Nanomaterialien (NMs) ausgehen. Der Rahmen stellt klar, dass CEPA für Substanzen aller Größenordnungen, einschließlich Materialien im Nanomaßstab, gilt und bietet Leitlinien für die Bewertung sowohl bestehender als auch neuer Nanomaterialien, die in der Domestic Substances List aufgeführt oder gemäß den New Substances Notification Regulations gemeldet wurden. Er betont, dass Nanomaterialien einzigartige physikalische und chemische Eigenschaften aufweisen können – wie Größe, Form und Oberflächenchemie –, die ihr Gefahren-, Expositions- und Risikoprofil im Vergleich zu Massensubstanzen erheblich beeinflussen können. Das Dokument übernimmt etablierte Risikobewertungsgrundsätze, einschließlich Gefahren- und Expositionsbewertung, WoE (Weight of Evidence) und Vorsorgeansätze, während es NM-spezifische Überlegungen einführt. Dazu gehören die Charakterisierung der Partikelgrößenverteilung, die Transformation über Lebenszyklusphasen hinweg und die Verwendung zusätzlicher Daten wie Aggregation, Auflösung und Oberflächenmodifikationen. Es unterstreicht auch die Bedeutung mehrerer Datenquellen, prädiktiver Werkzeuge (z. B. Read-Across, QSAR) und Gruppierungsstrategien zur Behebung von Datenlücken. Quantitative Methoden wie Risikokennzahlen (RQ) und Expositionsmargen (MOE) werden zur Unterstützung der Risikocharakterisierung eingesetzt.