Die Health and Safety Executive (HSE) hat die Höchstmengen an Rückständen (MRLs) für das Fungizid Mefentrifluconazol in mehreren Beerenkategorien in Großbritannien (GB) überarbeitet, nach einem Antrag zur Unterstützung neuer Genehmigungen für geringfügige Verwendungen von Pflanzenschutzmitteln.
Mefentrifluconazol ist ein zugelassener Wirkstoff in Großbritannien, der hauptsächlich als Fungizid in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Die Überarbeitung der MRLs wurde beantragt, um erweiterte Anwendungen bei bestimmten Obstarten zu ermöglichen, für die zuvor nur begrenzte oder keine spezifischen Genehmigungen vorlagen.
Aktualisierte MRLs
Nach wissenschaftlicher Bewertung hat die HSE die folgenden MRLs festgelegt oder bestätigt:
Heidelbeeren: Erhöht von 0,01 mg/kg (Bestimmungsgrenze) auf 2 mg/kg
Maulbeeren (schwarz und weiß): Erhöht von 0,01 mg/kg auf 2 mg/kg
Johannisbeeren (schwarz, rot und weiß): Beibehalten bei 2 mg/kg, wobei eine vorläufige MRL durch einen bestätigten Wert ersetzt wurde
Die aktualisierten MRLs sollen:
Erweiterungen für geringfügige Verwendungen von Pflanzenschutzmitteln unterstützen
Rechtliche Klarheit für Anbauer und Exporteure gewährleisten
Die Verbrauchersicherheit auf der Grundlage von Risikobewertungen der HSE aufrechterhalten
Die Erhöhung von der Standardgrenze (0,01 mg/kg) auf 2 mg/kg für Heidelbeeren und Maulbeeren spiegelt die Notwendigkeit wider, praktische landwirtschaftliche Anwendungen zu ermöglichen, wobei gleichzeitig sichergestellt wird, dass die Rückstandswerte innerhalb sicherer toxikologischer Grenzen bleiben.
Auswirkungen für die Industrie
Landwirte und Anbauer profitieren von erweiterten Einsatzmöglichkeiten für Fungizide bei Beerenkulturen
Lebensmittelunternehmer müssen die Einhaltung der aktualisierten Rückstandshöchstmengen gewährleisten
Exporteure sollten die Übereinstimmung mit den MRLs des Zielmarktes überprüfen, da diese GB-spezifischen Grenzwerte von EU- oder Codex-Standards abweichen können