Die indische Behörde für Lebensmittelsicherheit und -standards (FSSAI) hat nach Zustimmung der Zentralregierung einen Verordnungsentwurf veröffentlicht, in dem Änderungen der Verordnung über Lebensmittelsicherheit und -standards (Verpackungen) von 2018 vorgeschlagen werden. Die vorgeschlagenen Änderungen werden gemäß § 92 in Verbindung mit § 23 des Gesetzes über Lebensmittelsicherheit und -standards von 2006 erlassen und zielen darauf ab, die Rechtsklarheit in Bezug auf Lebensmittelverpackungsmaterialien zu stärken.

Der Verordnungsentwurf mit dem Titel „Food Safety and Standards (Packaging) Amendment Regulations, 2026“ führt in § 2 (Begriffsbestimmungen) mehrere neue Definitionen ein, um die behördliche Aufsicht über Verpackungsmaterialien, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, zu verbessern. Diese Definitionen sollen den Rechtsrahmen an moderne Verpackungstechnologien und Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit anpassen.

Zu den neu vorgeschlagenen Begriffsbestimmungen gehört der Begriff „Lebensmittelkontaktmaterial“, der sich auf alle Materialien, Gegenstände oder Produkte bezieht, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln in Kontakt zu kommen, einschließlich aktiver und intelligenter Verpackungsmaterialien, sofern diese Materialien keine unerwünschten Auswirkungen auf die Lebensmittelqualität oder die Gesundheit der Verbraucher haben. Die Änderung definiert zudem den Begriff „Lebensmittelkontaktmaterial“, der sich auf Materialien bezieht, die bei der Herstellung, Verarbeitung, Handhabung, Verpackung, Lagerung oder dem Transport von Lebensmitteln verwendet werden und die vorgeschriebene Sicherheitsstandards erfüllen müssen sowie bei bestimmungsgemäßer Verwendung keine inakzeptablen Veränderungen der Zusammensetzung oder der Eigenschaften der Lebensmittel verursachen dürfen.

Der Entwurf führt zudem eine Definition für „Verpackungen mit Schutzatmosphäre (MAP)“ ein, die Verpackungssysteme beschreibt, bei denen die Atmosphäre im Inneren der Verpackung verändert wird, um die Bedingungen für eine Verlängerung der Haltbarkeit und die Erhaltung der Lebensmittelqualität zu optimieren. Darüber hinaus wird der Begriff „Lebensmittelverpackung“ weit gefasst definiert als jede Verpackung, die zur Aufnahme, zum Schutz, zur Handhabung, zur Lagerung, zum Transport und zur Präsentation von Lebensmitteln entlang der gesamten Lieferkette dient – von den Rohstoffen bis zu den verarbeiteten Lebensmitteln und vom Erzeuger bis zum Verbraucher.

Eine weitere wichtige Ergänzung ist die Definition von „nicht absichtlich zugesetzten Stoffen (NIAS)“, womit chemische Stoffe gemeint sind, die in Materialien oder Gegenständen, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen, vorhanden sein können, jedoch bei der Herstellung nicht absichtlich zugesetzt werden, sondern häufig aus Verunreinigungen, Reaktionsnebenprodukten oder Abbauprodukten stammen.

Der Entwurf definiert zudem den Begriff „aseptische Verpackung“ und beschreibt dabei den Prozess, bei dem ein sterilisiertes Produkt unter sterilen Bedingungen in einen sterilisierten Behälter abgefüllt und versiegelt wird, wodurch eine Kontamination verhindert und eine längere Haltbarkeit gewährleistet wird, ohne die Lebensmittelsicherheit zu beeinträchtigen.

FSSAI dazu aufgerufen, innerhalb von 60 Tagen nach Veröffentlichung der Bekanntmachung im Amtsblatt Stellungnahmen, Einwände oder Vorschläge einzureichen. Interessierte können ihre Rückmeldungen FSSAI Post oder E-Mail an den Geschäftsführer der FSSAI richten.

Diese Änderungsvorschläge zielen darauf ab, die Rechtsklarheit in Bezug auf Lebensmittelverpackungsmaterialien und neue Verpackungstechnologien zu verbessern, wodurch der Verbraucherschutz gestärkt und sichergestellt wird, dass die in der Lebensmittelversorgungskette verwendeten Verpackungsmaterialien den entsprechenden Sicherheitsstandards entsprechen.

Verbrauchernachrichten Region
Tags zu Verbraucher-News
Indien,FSSAI, MAP, lebensmittelechtes Material, Verordnung über Lebensmittelsicherheit und -standards (Verpackungen) von 2018.