Das malaysische Gesundheitsministerium hat ein Leitliniendokument veröffentlicht, das darauf abzielt, die Terminologie für funktionelle Klassen von Lebensmittelzusatzstoffen sowohl in Bahasa Malaysia als auch in Englisch zu standardisieren, insbesondere für Kennzeichnungszwecke bei Lebensmitteln. Die Leitlinie soll Lebensmittelherstellern und Branchenakteuren als Referenz dienen, um eine konsistente Übersetzung und Verwendung von Begriffen für funktionelle Klassen bei der Deklaration von Lebensmittelzusatzstoffen auf Produktetiketten zu gewährleisten.

Das Dokument stellt klar, dass gemäß den Lebensmittelvorschriften von 1985 (Malaysia) zugelassene Lebensmittelzusatzstoffe in Malaysia diejenigen umfassen, die in den nationalen Vorschriften spezifisch aufgeführt sind, sowie Zusatzstoffe, die unter internationalen Standards der Codex Alimentarius Kommission anerkannt sind, einschließlich der Codex-Warenspezifikationen und des Allgemeinen Standards für Lebensmittelzusatzstoffe (GSFA). Der Leitfaden bekräftigt, dass Lebensmittelzusatzstoffe nur in bestimmten Lebensmittelkategorien und innerhalb der in den geltenden Standards festgelegten Höchstmengen verwendet werden dürfen. Bei Abweichungen zwischen den Höchstmengen, die in den Lebensmittelvorschriften von 1985 festgelegt sind, und denen, die in den Codex-Standards angegeben sind, gilt der weniger strenge Grenzwert.

Kennzeichnungsanforderungen für Lebensmittelzusatzstoffe

Die Leitlinie wiederholt auch die Kennzeichnungsvorschriften gemäß Verordnung 11(1)(g) der Lebensmittelvorschriften von 1985, die vorschreibt, dass das Vorhandensein eines Lebensmittelzusatzstoffs auf dem Produktetikett klar deklariert werden muss. Wenn ein Lebensmittelzusatzstoff einem Lebensmittelprodukt zugesetzt wird, muss das Etikett die funktionelle Klasse des Zusatzstoffs zusammen mit entweder der INS-Nummer oder dem Namen des Zusatzstoffs angeben.

Für Zusatzstoffe, die eine Nummer des Internationalen Nummerierungssystems (INS) besitzen, können Etiketten den Zusatzstoff entweder mit der funktionellen Klasse gefolgt von der INS-Nummer oder der funktionellen Klasse gefolgt vom Namen des Zusatzstoffs deklarieren. Zum Beispiel können Etiketten „Konservierungsstoff (INS 211)“ oder „Konservierungsstoff (Natriumbenzoat)“ angeben. Wenn der Zusatzstoff keine INS-Nummer hat, muss die Deklaration die funktionelle Klasse und den Namen des Zusatzstoffs enthalten, wie zum Beispiel „Geschmacksverstärker (Hefeextrakt)“.

In Fällen, in denen der Zusatzstoff als Aromastoff eingestuft wird, verlangt die Verordnung lediglich die Angabe der Funktionsklasse, wie zum Beispiel „Aroma“.

Funktionelle Klassen von Lebensmittelzusatzstoffen

Der Leitfaden erläutert weiter, dass die Funktionsklasse eines Lebensmittelzusatzstoffs die Kategorie bezeichnet, in der ein Zusatzstoff nach seiner technologischen Funktion in Lebensmitteln gruppiert wird. Dies bedeutet die Rolle oder Wirkung, die er bei der Einarbeitung in ein Produkt entfaltet. Malaysia übernimmt Klassifizierungen von Funktionsklassen, die auf den Bestimmungen der Lebensmittelverordnung von 1985 und international anerkannten Codex-Standards basieren.

Um konsistente Kennzeichnungs- und Übersetzungspraktiken zu erleichtern, bietet der Leitfaden eine standardisierte Liste von 30 Funktionsklassen von Lebensmittelzusatzstoffen sowohl in Englisch als auch in Bahasa Malaysia. Dazu gehören weit verbreitete Zusatzstofffunktionen wie Säureregulatoren, Trennmittel, Antioxidationsmittel, Emulgatoren, Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Stabilisatoren, Süßungsmittel und Verdickungsmittel sowie andere technologische Funktionen wie Packgase, Treibgase, Überzugsmittel und modifizierte Stärken.

Durch die Bereitstellung einer standardisierten Terminologie für diese Funktionsklassen zielt das Ministerium darauf ab, eine größere Klarheit und Einheitlichkeit bei der Lebensmittelkennzeichnung zu gewährleisten, insbesondere bei zweisprachigen Deklarationen, die auf dem malaysischen Markt erforderlich sind. Es wird erwartet, dass der Leitfaden Lebensmittelhersteller, Importeure und Aufsichtsbehörden dabei unterstützt, Produktetiketten an die gesetzlichen Anforderungen anzupassen und gleichzeitig Inkonsistenzen in der Übersetzung oder Terminologie zu reduzieren.

Insgesamt unterstützt das Dokument Malaysias übergeordnetes regulatorisches Ziel, die Transparenz bei der Lebensmittelkennzeichnung zu erhöhen und das Verbraucherverständnis für Lebensmittelzusatzstoffe zu verbessern, während gleichzeitig die Übereinstimmung mit internationalen Lebensmittelstandards gewahrt bleibt. Für weitere Anfragen bezüglich des Leitfadens können sich Interessengruppen an das Programm für Lebensmittelsicherheit und -qualität des malaysischen Gesundheitsministeriums wenden.

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Malaysia, malaysisches Gesundheitsministerium, Lebensmittelzusatzstoffe, Begriffe der Funktionsklassen.