Südkorea überarbeitet teilweise die Vorschriften zur funktionellen Kennzeichnung von allgemeinen Lebensmitteln
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Das Ministerium für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (MFDS) in Südkorea hat eine neue Überarbeitung der Vorschriften zur Kennzeichnung von funktionellen Lebensmitteln vorgelegt, um irreführende Angaben/Werbung zu verhindern.

Was ist der Grund für die Überarbeitung?

Das MFDS beabsichtigt, die Anforderungen für Lebensmittel, die aufgrund ihrer funktionellen Eigenschaften gekennzeichnet oder beworben werden, klar zu definieren und so Unklarheiten zu vermeiden. Um Verwirrung vorzubeugen, ist es wichtig, die Bedingungen festzulegen, unter denen Lebensmittel als funktionell beworben oder gekennzeichnet werden dürfen. Sollten sich die Standards für gesundheitsfunktionelle Lebensmittel, die Kennzeichnungsstandards für Lebensmittel oder andere Standards, die Teil dieser Mitteilung sind, ändern, sollten diese zuerst umgesetzt und anschließend die Mängel im Betrieb des derzeitigen Systems behoben werden.

Was besagt die neue Überarbeitung?

Das Hauptziel der aktualisierten Änderung ist es, die unklaren Anforderungen der Verordnung zu präzisieren und die Lebensmittelwirtschaft im Land effektiv zu lenken.

Die tägliche Aufnahme des „individuell anerkannten Inhaltsstoffs“ dient nun als Referenzpunkt zur Bestimmung der empfohlenen täglichen Aufnahmemenge einer funktionellen Substanz. Zuvor umfassten die funktionellen Komponenten „mehr als 30 % der vom Health Functional Food Code empfohlenen Tagesdosis, jedoch weniger als die maximal zulässigen Gehalte“. Gemäß der neuen Überarbeitung darf die tägliche Aufnahme des funktionellen Materials in allgemeinen Lebensmitteln mit funktionellen Angaben nun 30 % der täglichen Aufnahme der „individuell anerkannten Inhaltsstoffe“ überschreiten.

Gemäß der aktualisierten Version kann der tägliche Verzehr sowohl von „einzeln anerkannten Inhaltsstoffen“ als auch von funktionellem Material in einem allgemeinen Lebensmittelprodukt mit funktionellen Angaben um 30 Prozent überschritten werden. Die neue Aktualisierung hat die Anforderungen an die tägliche Aufnahme von unverdaulichem Maltodextrin speziell überarbeitet, die wir uns jetzt ansehen werden.

Wie hoch ist die tägliche Aufnahmegrenze für unverdauliches Maltodextrin?

Die offizielle Erklärung erwähnt unverdauliches Maltodextrin, dessen Kennzeichnung die tägliche Aufnahme widerspiegelt, gemäß der Überarbeitung der Standards für gesundheitsfunktionelle Lebensmittel unter der Bekanntmachung Nr. 2021–95 des Ministeriums für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit vom 23. November 2021.

Die folgende Tabelle (Tabelle 1) gibt einen Überblick über die aktualisierten Vorschriften.

Tabelle 1: Die überarbeiteten Vorschriften zu Maltodextrin

Funktioneller Inhaltsstoff

 Funktion

 Empfohlene tägliche Aufnahme

Unverdauliches Maltodextrin

 

Trägt zur Aufrechterhaltung eines gesunden Triglyceridspiegels bei

 

 Unverdauliches Maltodextrin: 4,0–30 g (bei flüssigen Inhaltsstoffen: 4,0–44 g)

Hilft, einen gesunden postprandialen Glukosespiegel aufrechtzuerhalten

 Unverdauliches Maltodextrin: 5,0–30 g (bei flüssigen Inhaltsstoffen: 5,0–44 g)

Nützlich zur Aufrechterhaltung einer gesunden Darmfunktion

 Unverdauliches Maltodextrin: 4,2–30 g (bei flüssigen Inhaltsstoffen: 4,2–44 g)

 

Fazit

Südkorea führte im Dezember 2020 die Verordnung mit dem Titel „Ausnahmen von verbotenen Kennzeichnungen und Werbungen für Lebensmittel mit Funktionsangaben“ ein. Diese Verordnung eröffnete neue Perspektiven für die Lebensmittelindustrie und kam allgemeinen Lebensmittelunternehmen zugute, indem sie „funktionelle Angaben“, die zuvor nur auf den Etiketten von „gesundheitsfunktionellen Lebensmitteln (Nahrungsergänzungsmitteln)“ erlaubt waren, nun auch für allgemeine Lebensmittel zuließ. Die neue Überarbeitung legt den funktionellen Bereich allgemeiner Lebensmittel sowie die Menge der in allgemeinen Lebensmittelprodukten zulässigen funktionellen Inhaltsstoffe fest.

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