Am 19. Mai 2026 veröffentlichte das japanische Kabinett eine Änderung der Durchführungsverordnung zum Gesetz über die Regulierung der Herstellung und Bewertung chemischer Stoffe. Diese gemeinsam vom Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI), dem Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales sowie dem Umweltministerium herausgegebene Änderung passt die innerstaatlichen Vorschriften an die Beschlüsse der 12. Konferenz der Vertragsparteien des Stockholmer Übereinkommens an. Die Änderung stuft vier Stoffe aufgrund ihrer Persistenz, ihrer hohen Bioakkumulation und ihrer Langzeittoxizität als „spezifizierte chemische Stoffe der Klasse I“ ein: langkettige Perfluoralkan-Carbonsäuren (LC-PFCAs) und deren Salze, LC-PFCA-verwandte Stoffe, Chlorpyrifos sowie mittelkettige chlorierte Paraffine (MCCPs). Folglich sind die Herstellung und der Import dieser Chemikalien verboten, und für Produkte, die diese Stoffe enthalten, gelten strengere Vorschriften. So ist beispielsweise der Import von Produkten wie Schmierstoffen, die LC-PFCAs, LC-PFCA-verwandte Stoffe oder MCCPs enthalten, sowie von Holzschutzmitteln, die Chlorpyrifos enthalten, untersagt. Darüber hinaus werden Anforderungen an den Umgang mit diesen Stoffen durchgesetzt, wie beispielsweise die Einhaltung staatlicher technischer Normen für Feuerlöscher, die LC-PFCAs verwenden. Die Novelle soll am 22. Mai 2026 verkündet werden und tritt offiziell am 22. November 2026 in Kraft.
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