Am 29. April 2026 hat das Europäische Parlament seinen Standpunkt zum Omnibus-VI-Vorschlag, einer Schlüsselinitiative zur Vereinfachung der EU-Chemikaliengesetzgebung, mit starker Mehrheitsunterstützung angenommen. Der Vorschlag zielt darauf ab, die regulatorischen Anforderungen in wichtigen Rahmenwerken zu straffen, einschließlich der Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung (CLP), der Kosmetik-Verordnung und der Düngeprodukte-Verordnung, wobei wesentliche Sicherheits- und Verbraucherschutzstandards beibehalten werden. Das Parlament unterstützt Vereinfachungsmaßnahmen im Rahmen der CLP-Verordnung, besteht jedoch auf der Beibehaltung einer klaren und lesbaren Kennzeichnung, einschließlich Lieferantendetails und Gefahreninformationen in der Werbung. Im Bereich Kosmetika schlägt es strengere Regeln vor, einschließlich schnellerer Ausstiegsfristen für karzinogene, mutagene oder reproduktionstoxische (CMR) Stoffe und strengerer Kontrollen von Nanomaterialien und Informationen zum Fernabsatz. Darüber hinaus hat das Parlament seinen Standpunkt zur Überarbeitung der Verordnung über die Europäische Chemikalienagentur angenommen, um die Kapazität und Effizienz der Agentur zu stärken. Verhandlungen mit dem Rat und der Kommission werden folgen, um die Gesetzgebung abzuschließen.
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