Audits zu den Guten Herstellungspraktiken (GMP) und Guten Vertriebspraktiken (GDP) sind entscheidend, um die Qualität, Sicherheit und Integrität von pharmazeutischen Produkten über deren gesamten Lebenszyklus hinweg sicherzustellen. Gründliche Untersuchungen während dieser Audits sind unerlässlich, um Abweichungen, Verstöße gegen Vorschriften oder potenzielle Risiken zu erkennen und zu beheben. In diesem Blogbeitrag beleuchten wir die Bedeutung eingehender Untersuchungen bei GMP-/GDP-Audits und geben wertvolle Einblicke in die Durchführung effektiver Untersuchungen zur Einhaltung von Vorschriften.
Die Bedeutung tiefgehender Untersuchungen verstehen
- Grundursachen ermitteln: Tiefgehende Untersuchungen helfen dabei, die zugrundeliegenden Ursachen von Abweichungen oder Verstößen aufzudecken, sodass Unternehmen die wahren Ursachen an der Wurzel packen können, statt nur die Symptome zu behandeln.
- Wiederholungen verhindern: Durch das Verständnis der Grundursachen können Unternehmen Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen (CAPAs) ergreifen, um ähnliche Probleme in Zukunft zu verhindern und so die allgemeine Compliance und Produktqualität zu verbessern.
- Produktsicherheit gewährleisten: Sorgfältige Untersuchungen stellen sicher, dass potenzielle Risiken für die Produktsicherheit oder -wirksamkeit umgehend erkannt und gemindert werden, wodurch die Gesundheit und das Wohlbefinden der Patienten geschützt werden.
- Einhaltung von Vorschriften sicherstellen: Aufsichtsbehörden erwarten von Unternehmen, dass sie gründliche Untersuchungen zu GMP-/GDP-Abweichungen durchführen und geeignete Korrekturmaßnahmen ergreifen, um die Einhaltung regulatorischer Standards zu gewährleisten.
Wichtige Schritte bei der Durchführung tiefgehender Untersuchungen:
- Dokumentenprüfung: Beginnen Sie mit der Überprüfung der relevanten Dokumentation, einschließlich Standardarbeitsanweisungen (SOPs), Chargenprotokollen, Abweichungsberichten und Ergebnissen früherer Audits, um Einblicke in das aktuelle Problem zu erhalten.
- Ursachenanalyse: Nutzen Sie Werkzeuge und Methoden wie die 5-Why-Methode, Ishikawa-Diagramme (Fischgräten-Diagramm) oder die FMEA (Fehlermöglichkeits- und -einflussanalyse), um die Grundursachen von Abweichungen oder Compliance-Verstößen systematisch zu ermitteln.
Fischgräten-Diagramm als Beispiel

- Datenerfassung: Erfassen Sie relevante Daten und Belege durch Interviews, Beobachtungen und Datenanalysen, um die Untersuchungsergebnisse und -schlüsse zu untermauern.
- Funktionsübergreifende Zusammenarbeit: Beziehen Sie funktionsübergreifende Teams – darunter Qualitätssicherung, Produktion, Lieferkette und RA – in den Untersuchungsprozess ein, um ein umfassendes Verständnis des Problems zu gewährleisten und eine effektive Problemlösung zu ermöglichen.
- Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen (CAPAs): Entwickeln und implementieren Sie CAPAs auf Basis der Untersuchungsergebnisse, um die Grundursachen zu beheben und das erneute Auftreten ähnlicher Probleme in Zukunft zu verhindern.
- Kontinuierliche Verbesserung: Nutzen Sie die aus Untersuchungen gewonnenen Erkenntnisse, um Initiativen zur kontinuierlichen Verbesserung voranzutreiben (wie Prozessoptimierungen, Schulungsprogramme oder Technologie-Upgrades), und steigern Sie so die Gesamtqualität und Compliance.
Fazit:
Die Durchführung eingehender Untersuchungen bei GMP-/GDP-Audits ist unerlässlich, um die Compliance aufrechtzuerhalten, die Produktqualität sicherzustellen und die Patientensicherheit zu schützen. Durch systematische Untersuchungsverfahren, das Ermitteln von Grundursachen sowie die Umsetzung robuster Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen können Unternehmen ihre Qualitätsmanagementsysteme stärken und ihr Engagement für regulatorische Compliance und kontinuierliche Verbesserung unter Beweis stellen. Effektive Untersuchungen mindern nicht nur Risiken, sondern tragen auch dazu bei, eine Kultur der Qualität und Exzellenz innerhalb der Organisation aufzubauen.
