Die Generaldirektion für Lebensmittel und Kontrolle des Ministeriums für Land- und Forstwirtschaft hat die Sicherheit von flüssigen Produkten bewertet, die aus gekochten grünen Zapfen der Schwarzkiefer, der türkischen Kiefer und der Waldkiefer gewonnen werden und gemeinhin als „Kiefernzapfensirup“ bezeichnet werden. Basierend auf einer wissenschaftlichen Stellungnahme des Ausschusses für Pflanzen zur Lebensmittelverwendung vom 8. Mai 2026 wurden die Produkte zur Aufnahme in die türkische Liste der Pflanzen zur Lebensmittelverwendung unter einer bedingten positiven Listung (P) empfohlen.

Das bewertete Produkt ist definiert als eine Flüssigkeit, die durch Kochen grüner Kiefernzapfen in Wasser hergestellt wird, gefolgt von Abschöpfen und Filtration, mit optionaler Zuckerzugabe und einem zweiten Kochschritt.

Während der Bewertung stellte der Ausschuss die potenzielle Bildung von Hydroxymethylfurfural (HMF) aufgrund der verlängerten Hochtemperatur-Verarbeitungsmethode fest. Um potenziellen Toxizitätsbedenken im Zusammenhang mit einer übermäßigen HMF-Exposition zu begegnen, legte der Ausschuss einen maximalen HMF-Grenzwert von 75 mg/kg im Endprodukt fest, unter Bezugnahme auf das türkische Lebensmittelkodex-Kommuniqué über Glukosesirup (2017/8).

Die Bewertung stellte ferner fest, dass Kiefernzapfensirup in der Europäischen Union nicht als Novel Food gilt und dass bestimmte EU Member States das Produkt bereits in zugelassene oder eingeschränkte Pflanzenlisten aufgenommen haben.

Demzufolge darf Kiefernzapfensirup, der gemäß dem definierten Herstellungsverfahren hergestellt wird und den HMF-Grenzwert einhält, in Türkiye legal als Lebensmittel vermarktet werden.

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