Die britische Regierung hat ein neues Gesetzgebungsinstrument (Statutory Instrument, SI) veröffentlicht, das die Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung (GB CLP) in Großbritannien ändert. Die Maßnahmen treten am 21. Mai 2026 in Kraft. Die Änderungen sind Teil des britischen Reformprogramms für Chemikaliengesetze und führen Neuerungen ein, die darauf abzielen, die Kommunikation von Chemikaliengefahren zu modernisieren und Großbritannien enger an die sich entwickelnden internationalen Standards des Global Harmonisierten Systems (GHS) der Vereinten Nationen anzupassen. Nach Angaben der Cosmetic, Toiletry and Perfumery Association werden die überarbeiteten Vorschriften auch Auswirkungen auf verwandte Rechtsvorschriften haben, darunter die GB-Biozidprodukte-Verordnung und den GB-PIC-Rahmen (Prior Informed Consent). Wesentliche Neuerungen umfassen überarbeitete Kriterien für die Gefahrenklassifizierung, neue Bestimmungen für die Kennzeichnung von Chemikalien sowie Änderungen der Informationsanforderungen für Stoffe und Gemische, die auf dem GB-Markt in Verkehr gebracht werden. Die Änderungen sollen die Klarheit für die Anwender verbessern, den Schutz der menschlichen Gesundheit und der Umwelt stärken und sicherstellen, dass der Rechtsrahmen mit dem wissenschaftlichen und technischen Fortschritt Schritt hält. Es wird erwartet, dass die Änderungen Hersteller, Importeure, Händler und nachgeschaltete Anwender in verschiedenen Sektoren betreffen, darunter Kosmetika, Haushaltsprodukte und Industriechemikalien. Unternehmen, die in Großbritannien tätig sind, müssen möglicherweise vor der Umsetzung Klassifizierungen neu bewerten, Sicherheitsdatenblätter aktualisieren, Verpackungsetiketten überarbeiten und die Prozesse zur Einhaltung der Vorschriften in der Lieferkette überprüfen.
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