Am 19. Mai 2026 leitete die britische Steuer- und Zollbehörde (HM Revenue and Customs, HMRC) eine öffentliche Konsultation zur möglichen Einführung verbindlicher Zertifizierungsanforderungen für mechanisch recycelte Kunststoffverpackungen im Rahmen der britischen Kunststoffverpackungssteuer (Plastic Packaging Tax, PPT) ein. Mit der Konsultation sollen die Standpunkte der Interessengruppen dazu eingeholt werden, ob eine Zertifizierung erforderlich sein sollte, um den Anteil an recyceltem Kunststoff in Verpackungen nachzuweisen und Anträge auf Befreiung von der PPT zu untermauern. Das vorgeschlagene Zertifizierungssystem soll Unternehmen eine standardisierte und zuverlässige Methode an die Hand geben, um die Einhaltung der Anforderungen an den Recyclinganteil nachzuweisen, wenn sie Steuerbefreiungen oder -ermäßigungen im Rahmen der Kunststoffverpackungssteuer beantragen. Die HMRC prüft derzeit, ob eine verbindliche Zertifizierung einen verhältnismäßigen und wirksamen Ansatz darstellen würde, um die Glaubwürdigkeit von Angaben zum Recyclinganteil zu verbessern und gleichzeitig das Risiko von Meldefehlern, Falschangaben und Betrug zu verringern. Die Interessengruppen sind eingeladen, im Rahmen des Konsultationsverfahrens, das bis zum 10. August 2026 läuft, Rückmeldungen zu dem Vorschlag abzugeben. Die Konsultation ist Teil der laufenden Bemühungen der britischen Regierung, die Überwachung von recycelten Kunststoffen zu verstärken, die Transparenz innerhalb der Kunststoff-Wertschöpfungskette zu verbessern und Umweltziele im Zusammenhang mit Ressourceneffizienz und Praktiken der Kreislaufwirtschaft zu unterstützen.
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