MoCRA & GMP: Qualität und Sicherheit in der Kosmetikherstellung gewährleisten
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Das Modernization of Cosmetics Regulation Act von 2022 (MoCRA) markiert einen historischen Meilenstein in der Überwachung von Kosmetika durch die US FDA. Es stellt die bedeutendste Erweiterung der US FDA seit dem Inkrafttreten des Federal Food, Drug, and Cosmetic (FD&C) Act im Jahr 1938 dar. MoCRA dient als umfassender Rahmen zur Standardisierung geschäftlicher Abläufe in der Kosmetikindustrie bei gleichzeitiger Priorisierung der Kosmetikreinheit und -sicherheit. Von zentraler Bedeutung für diese wegweisende Gesetzgebung sind die Grundsätze der guten Herstellungspraxis (GMPs), die eine entscheidende Rolle bei der Gewährleistung der konsistenten Produktion sicherer und qualitativ hochwertiger Kosmetikprodukte spielen.

Einhaltung von MoCRA

Um sich erfolgreich im MoCRA-Umfeld zu orientieren, müssen Kosmetikhersteller dessen Auswirkungen verstehen. Der Entwurf für den Leitfaden konzentriert sich auf Bereiche wie Dokumentation, Aufzeichnungen, Gebäude und Anlagen, Ausrüstung, Personal, Rohstoffe, Wasserqualität, Farbstoffe sowie verbotene oder beschränkte Kosmetikinhaltsstoffe.

  • Dokumentation: MoCRA betont die Bedeutung einer umfassenden Dokumentation, die hilft, Fehler zu vermeiden, die Rückverfolgbarkeit sicherzustellen und die Identifizierung von Problemen während der Produktion zu erleichtern.
  • Aufzeichnungen: Hersteller sollten Aufzeichnungen in Papierform oder elektronischen Formaten führen, um Details zu Abläufen, Verfahren, Tests und anderen relevanten Informationen festzuhalten. Eine ordnungsgemäße Führung von Aufzeichnungen stellt die Produktqualität sicher und unterstützt bei Bedarf Rückrufaktionen.
  • Gebäude und Einrichtungen: Herstellungsbetriebe müssen eine geeignete Größe, Gestaltung und Sauberkeit aufweisen. Ausreichender Platz, Schädlings- und Ungezieferbekämpfung, angemessene Beleuchtung und Belüftung sowie saubere Sanitär- und Wascheinrichtungen sind für die Aufrechterhaltung einer hygienischen Umgebung unerlässlich.
  • Ausstattung: Die in der Kosmetikproduktion verwendete Ausstattung sollte eine geeignete Konstruktion, Größe und Materialbeschaffenheit aufweisen. Regelmäßige Kalibrierungen und Wartungsarbeiten gewährleisten genaue Messungen und eine hohe Produktqualität.
  • Personal: Eine angemessene Schulung und Überwachung des Personals sind unerlässlich, um eine saubere und sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten. Dazu gehören das Tragen geeigneter Kleidung und Schutzausrüstung sowie die Einhaltung von Hygienestandards.
  • Rohstoffe: Rohstoffe müssen sorgfältig gelagert und gehandhabt werden, um Verunreinigungen und Qualitätsminderungen zu vermeiden. Hersteller müssen Proben nehmen und Materialien testen, um sicherzustellen, dass sie die Qualitätsspezifikationen erfüllen.
  • Wasser: Die Qualität des in der Kosmetik verwendeten Wassers ist von entscheidender Bedeutung. Verfahren müssen sicherstellen, dass das verwendete Wasser eine definierte Qualität aufweist und regelmäßig hinsichtlich der Einhaltung chemischer, physikalischer und mikrobiologischer Standards überwacht wird.
  • Farbstoffe: Die Einhaltung der Vorschriften für zugelassene Farbstoffe und die Kennzeichnung ist entscheidend, um regulatorische Hürden zu vermeiden.
  • Verbotene und beschränkte Inhaltsstoffe: Hersteller müssen sicherstellen, dass ihre Produkte keine verbotenen Inhaltsstoffe enthalten, und die regulatorischen Vorgaben für beschränkte Inhaltsstoffe befolgen.

Die entscheidende Rolle der GMP

GMP ist ein fester Bestandteil von MoCRA und dient als Leitfaden für eine sichere und gleichmäßige Herstellung von Kosmetika, die hohen Qualitätsstandards entspricht. MoCRA verpflichtet die US FDA, maßgeschneiderte GMP-Vorschriften für Kosmetikeinrichtungen zu erlassen, die im Einklang mit globalen Standards stehen, um die öffentliche Gesundheit zu schützen und Produktverfälschungen zu verhindern. Darüber hinaus ermächtigt MoCRA die US FDA, Regeln für die Überprüfung von Aufzeichnungen festzulegen, um die Einhaltung der GMP zu verifizieren. Hersteller müssen GMPs einhalten, die diesen Standards entsprechen, um die Produktsicherheit zu gewährleisten. Die US FDA hat ab dem Inkrafttreten zwei (02) Jahre Zeit, um den Entwurf für die Kosmetik-GMP-Regelung vorzulegen. Die endgültige GMP-Regelung wird für den 29. Dezember 2025 erwartet.

Ausnahmen

Während MoCRA bestimmten Kleinunternehmen Ausnahmen hinsichtlich der GMP-Compliance, der Registrierung und der Produktlistungsanforderungen gewährt, gibt es bestimmte Ausnahmen. Insbesondere Hersteller oder Einrichtungen, die an der Produktion von Kosmetikprodukten beteiligt sind, die für den Kontakt mit der Schleimhaut des Auges bestimmt sind, für Injektionen oder für die innere Anwendung vorgesehen sind, qualifizieren sich nicht für diese Ausnahmen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass MoCRA eine beträchtliche Ausweitung der Befugnisse der US FDA bei der Regulierung von Kosmetika darstellt und der Kosmetikindustrie sowohl national als auch international neue, umfangreiche Pflichten auferlegt. Der Grundstein für die Einhaltung von MoCRA ist die Beachtung der GMP-Vorschriften, wodurch sichergestellt wird, dass Kosmetikprodukte strengen Qualitätsstandards entsprechen und Verfälschungen vermieden werden. Die erweiterten Aufgaben umfassen umfassende Dokumentations- und Kennzeichnungspflichten, insbesondere in Bezug auf Kontaktdaten zur Meldung unerwünschter Ereignisse, die wesentliche Aspekte von MoCRA darstellen. Während sich der Kosmetiksektor durch diese weitreichenden Veränderungen bewegt, hat die Sicherheit und Qualität der Produkte für die Verbraucher weiterhin oberste Priorität. Für weitere Beratung zur MoCRA-Konformität vereinbaren Sie einen Termin mit unseren Regulatory-Experten bei Freyr.

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