Das Jahr 2026 markiert einen der bedeutendsten regulatorischen Wendepunkte für die Kosmetikindustrie. Inhaltsstoffverbote, strengere Regeln für die Allergenkennzeichnung, neue chemische Einstufungen und erhöhte Dokumentationsanforderungen in der EU, den GCC-Staaten, Kanada und den US zwingen Marken dazu, ihre Formulierungsstrategie und globalen Compliance-Systeme zu überdenken.
Globale Inhaltsstoffbeschränkungen erstrecken sich mittlerweile auf verbotene Substanzen, Konzentrationsgrenzwerte, Allergenkennzeichnungen, Schwermetallprüfungen und Aktualisierungen der Sicherheitsdokumentation. In Schlüsselmärkten wie der EU und den GCC-Staaten werden die Aufsichtsbehörden voraussichtlich die Kontrollen hinsichtlich verbotener und beschränkter Substanzen, der Allergenkennzeichnung, der Konservierungsmittelgrenzwerte und der Sicherheit von UV-Filtern verschärfen, was sich jeweils direkt auf Formulierungsentscheidungen und Produktzulassungen auswirkt.
1. Neue regionale Vorschriften genau verfolgen
Die EU setzt im Rahmen ihres regulatorischen Zyklus für 2026 wichtige Aktualisierungen um, darunter die Einbeziehung neu eingestufter CMR-Substanzen über die Omnibus-VIII-Verordnung, die ab dem 1. Mai 2026 ohne Abverkaufsfrist gilt. Jedes nicht konforme Produkt muss umgehend vom Markt genommen werden.
Diese Änderungen umfassen Verbote zahlreicher Substanzen – wie Perborsäure und Varianten von Natriumperborat sowie Nanosilber – sowie strenge Beschränkungen für andere Silberverbindungen und den Duftstoff Hexylsalicylat.
Unterdessen passen sich die GCC-Staaten eng an die EU-Inhaltsstoffverbote an und ergänzen diese durch regionale Anforderungen wie eine arabische Kennzeichnung und eine Prüfung von Aufhellungsmitteln.
2. Auf Fristen für Transparenz und Allergenkennzeichnung vorbereiten
Das Jahr 2026 bringt zudem zeitgleiche globale Fristen für mehr Transparenz bei Inhaltsstoffen mit sich.
Das aktualisierte EU-INCI-Glossar wird bis zum 30. Juli 2026 verbindlich, gefolgt von der Offenlegung von 81 Duftstoffallergenen bis zum 31. Juli 2026 für das Inverkehrbringen neuer Produkte. Kanada setzt ähnliche Allergenoffenlegungen schrittweise von April bis August 2026 durch, wodurch Marken gezwungen sind, Etikettenvorlagen zu überarbeiten und Inhaltsstoffdaten zentral zu erfassen.
3. Stärkung der Inhaltsstoff-Governance und Lieferantenvalidierung
Behörden können Inhaltsstofflisten, Allergenerklärungen, Sicherheitsmargen und die Vollständigkeit der PIF-Dokumentation überprüfen. Marken müssen Sicherheitsdatenblätter (SDB), Analysezertifikate (CoAs) und IFRA-Zertifikate von Lieferanten validieren und sicherstellen, dass alle Rohstoffe den neuesten Anhängen entsprechen.
4. Frühzeitige Reformulierung von Inhaltsstoffen mit hohem Risiko
Risikoreiche Kategorien wie Duftstoffe, Konservierungsmittel, UV-Filter, Aufhellungsmittel, PFAS und Nanomaterialien erfordern eine sofortige Überprüfung. Die 2026 in Kraft tretenden weltweiten PFAS-Beschränkungen erfordern ein gründliches Lieferkettenscreening und laborverifizierte PFAS-freie Angaben.
Fazit
Mit den sich schnell entwickelnden Vorschriften für kosmetische Inhaltsstoffe auf den globalen Märkten Schritt zu halten, kann eine Herausforderung sein. Mit dem richtigen Regulierungspartner wie Freyr können Marken diese Änderungen effizient bewältigen und gleichzeitig die Produktintegrität und den Marktzugang sichern. Bei Freyr unterstützen wir Kosmetikmarken mit umfassenden Inhaltsstoffanalysen und Rezepturprüfungen auf Basis regionsspezifischer regulatorischer Anforderungen. Unsere Experten bewerten zudem Farbstoffe, Konservierungsmittel und Duftstoffe und führen regulatorische Bewertungen von Verunreinigungs- und Rückstandsständen durch, um die Übereinstimmung mit globalen Sicherheitsstandards sicherzustellen.
Seien Sie Einschränkungen bei Inhaltsstoffen einen Schritt voraus und vermeiden Sie kostspielige Compliance-Risiken mit der globalen Regulierungskompetenz von Freyr.
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