Die US-amerikanische Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) hat eine grundlegende Überarbeitung der Definition für „gesunde“ Angaben bei der Lebensmittelkennzeichnung eingeführt, die ab dem 28. April 2025 gilt. Diese aktualisierte Vorschrift definiert neu, wie der Begriff auf Verpackungen verwendet werden darf, und stellt sicher, dass er die neuesten ernährungswissenschaftlichen Erkenntnisse und bundesstaatlichen Ernährungsrichtlinien widerspiegelt. Für Lebensmittelhersteller, Fachleute im Bereich Regulatory Affairs und gesundheitsbewusste Verbraucher ist diese Änderung gleichermaßen eine Herausforderung und eine Chance.
Warum hat die FDA den Begriff „gesund“ neu definiert?
Jahrzehntelang unterlag der Begriff „gesund“ auf Lebensmitteletiketten veralteten Kriterien. Einige sehr Nährstoffreiche Lebensmittel – wie Nüsse, Avocados und Lachs – erfüllten die alten Standards nicht, während verarbeitete Produkte mit geringem Nährwert sie erfüllten. Die aktualisierte Definition zielt darauf ab, dies zu korrigieren, indem „gesunde“ Aussagen an die aktuellen Ernährungsrichtlinien für Amerikaner angepasst werden, um Verbrauchern fundiertere Entscheidungen zu ermöglichen.
Änderungen der FDA-Lebensmittelkennzeichnungsvorschriften 2025
- Bisher ausgeschlossene Lebensmittel erfüllen nun die Kriterien: Nüsse, Samen, fettreicher Fisch, Avocados, bestimmte Öle, Wasser, Tee und schwarzer Kaffee sind unter den neuen Standards zulässig.
- Einige Produkte sind nicht mehr zulässig: Produkte wie angereichertes Weißbrot, zuckerhaltige Frühstücksflocken und gesüßter Joghurt dürfen nicht mehr als „gesund“ beworben werden.
- Klärung: Kriterien variieren je nach Produktkategorie
- Die FDA stellt nun klar, dass die Definition von „gesund“ je nach Lebensmittelkategorie unterschiedlich ist – sie unterscheidet dabei zwischen einzelnen Lebensmitteln, Mischprodukten und Mahlzeiten bzw. Hauptgerichten.
- Anforderungen für die Verwendung der FDA-Angabe „gesund“:
- Muss eine Mindestmenge an einem oder mehreren Lebensmittelgruppen-Äquivalenten enthalten (Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, fettarme Milchprodukte, magere Proteine oder bestimmte Öle)
- Muss festgelegte Grenzwerte für gesättigte Fettsäuren, Natrium und zugesetzten Zucker einhalten
Kategoriespezifische Standards:
Produkttyp | Anforderung an Lebensmittelgruppen | Nährstoffgrenzwerte |
|---|---|---|
|
|
|
|
|
|
|
|
|
**Diese Werte spiegeln die FDA-Leitlinien zu Portionsgrößen und der Angleichung an die tägliche Nährstoffzufuhr wider.
- Praktische Anwendung
Ein als „gesund“ gekennzeichneter Müsliriegel muss beispielsweise mindestens ¾ Unze Vollkorn und nicht mehr als 5 Gramm zugesetzten Zucker pro Portion enthalten.
Was bedeutet dies für Lebensmittelhersteller?
- Freiwillige Verwendung
Die Angabe „gesund“ bleibt freiwillig. Wer sich jedoch für deren Verwendung entscheidet, muss die neuen Standards einhalten.
- Übergangsfrist
Herstellern bleibt Zeit bis zum 28. Februar 2028, um Produkte und Kennzeichnungen in Übereinstimmung mit den Vorschriften zu bringen.
- Anforderungen an die Neugestaltung von Rezepturen
Produkte mit einem hohen Gehalt an Natrium, Zucker oder gesättigten Fettsäuren müssen möglicherweise reformuliert werden, was unter Umständen neue Inhaltsstoffe oder Verfahren erfordert.
- Überarbeitung der Verpackung
Etiketten müssen aktualisiert werden, um den neuen Kriterien zu entsprechen, einschließlich Änderungen beim Artwork, beim Layout und bei den Marketingangaben.
- Vorteile für Verbraucher
- Klarheit und Vertrauen: Das Siegel „gesund“ spiegelt künftig nahrhaftere und ausgewogenere Lebensmittelauswahlmöglichkeiten wider.
- Bessere Optionen: Es ist zu erwarten, dass mehr Lebensmittel mit Vollkornprodukten, Obst und Gemüse sowie weniger Lebensmittel mit übermäßig viel Zucker oder Natrium angeboten werden.
Wie Freyr Solutions helfen kann
Die Anpassung an die neue Regel der FDA kann komplex sein. Von der Reformulierung von Rezepturen bis hin zur Aktualisierung von Verpackungen erfordert der Weg zur Compliance strategische Planung und regulatorische Expertise.
- Bewertung regulatorischer Lücken
- Produktaudits zur Überprüfung der Einhaltung der neuen Standards für die Angabe „gesund“
- Marktspezifische regulatorische Ausrichtung für globale Marken
- Verwaltung von Kennzeichnungen und Artwork
- FDA-konforme SPL-Formatierung für Nährwertkennzeichnungen
- Unterstützung bei mehrsprachigen Etiketten, Allergenkennzeichnungen und dem digitalen Lifecycle-Management von Artwork
- Beratung zur Reformulierung
- Strategien zum Austausch von Inhaltsstoffen
- Unterstützung bei der Optimierung von Geschmack, Textur und Nährwertprofil
- Aufzeichnung und Dokumentation
- Automatisierte digitale Rückverfolgbarkeitssysteme zur Nährstoffverfolgung
- Audit-sichere Aufzeichnungen und Compliance-Validierung
Fazit
Die Neudefinition von „gesund“ stellt einen entscheidenden Wendepunkt für die Einhaltung der US-amerikanischen FDA-Nährwertkennzeichnung dar. Für Hersteller ist die Botschaft klar: Passen Sie sich jetzt an, um die Nase vorn zu behalten. Reformulieren, etikettieren und positionieren Sie Ihre Produkte neu, um den sich wandelnden Verbrauchererwartungen und regulatorischen Anforderungen gerecht zu werden.
Freyr Solutions begleitet Sie bei jedem Schritt dieses Übergangs. Von der Lückenanalyse bis zur Einführung konformer Etiketten sorgen wir dafür, dass Ihre Marke wettbewerbsfähig, konsequent regelkonform und verbraucherfreundlich bleibt.
