Risikomanagement für Medizinprodukte: Wichtige Bereiche für die Compliance
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Das Risikomanagement ist ein unverzichtbarer Prozess für Medizinprodukte, um deren Sicherheit und Wirksamkeit zu gewährleisten. Hersteller von Medizinprodukten müssen Risikomanagementprozesse eingerichtet haben, um Risiken durch die Durchführung gründlicher Risikobewertungen zu bekämpfen und zu verringern. Zwar liegen keine ausreichenden Daten aus der Praxis vor, um Risiken genau zu quantifizieren, doch gibt es wirksame und systematische Maßnahmen, die von den Herstellern eingeführt werden können, um Risiken zu analysieren, zu bewerten, zu kontrollieren und zu mindern. Schauen wir uns an, um welche Maßnahmen es sich dabei handelt und wie sie zum Risikomanagement bei Medizinprodukten beitragen.

Entwicklung eines Risikomanagement-Rahmenwerks und -Plans: Erstellen Sie zunächst einen Risikomanagementplan für jedes Medizinprodukt. Definieren Sie ein Risikomanagement-Rahmenwerk, das globalen Standards wie ISO 14971 entspricht. Erfahren Sie hier mehr über die übergeordneten ISO 14971-Normen zum Risikomanagement für Medizinprodukte. Das Rahmenwerk muss alle Details eines Produkts umfassen, darunter den Verwendungszweck, die Risikoanalyse, die Risikobewertung, die Risikokontrolle, die Überprüfung, die Berichterstattung und die Dokumentation. Darüber hinaus ist es erforderlich, die Rollen und Verantwortlichkeiten der am Produktentwicklungsprojekt beteiligten Personen, die Kriterien für die Risikoakzeptanz, die Maßnahmen zur Überprüfung der Risikokontrolle, die Anforderungen an die Risikobewertung sowie die Aktivitäten während und nach der Produktion zu dokumentieren.

Risikoanalyse durchführen: Der Ausgangspunkt für die Erfassung eines Risikos ist die Durchführung einer Risikoanalyse, die als systematische Nutzung der verfügbaren Informationen zur Ermittlung von Gefahren und zur Einschätzung des Risikos definiert werden kann. Die Risikoanalyse muss den Anwendungsbereich des Produkts sowie dessen Verwendungszweck aufzeigen und potenzielle Gefahrenquellen sowie Gefahrensituationen identifizieren. Sobald die Gefahrenquellen und Gefahrensituationen identifiziert sind, müssen sie dokumentiert und im Hinblick auf eine weitere Einschätzung geprüft werden. Zur Durchführung der Risikoanalyse können verschiedene Methoden wie die FMEA (Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse), die Fehlerbaumanalyse und die vorläufige Gefahrenanalyse herangezogen werden.

Risikobewertung durchführen: Nach der Ermittlung der Gefahren muss für jede Gefahrensituation das Risiko abgeschätzt werden, da jede Gefahr mit einer eigenen Reihe potenzieller Schäden verbunden ist, die sich in Schweregrad und Eintrittswahrscheinlichkeit unterscheiden. Die Ermittlung von Schweregrad und Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken hilft bei deren Quantifizierung und Bewertung. Eine Risikoakzeptanzmatrix ist eine gängige Methode zur Einschätzung der Schwere und des Eintrittswahrscheinlichkeitsgrades von Risiken in Gefahrensituationen. Diese Matrix stuft das Auftreten von Risiken auf einer Skala von „häufig“ bis „unwahrscheinlich“ ein und zeigt die Risikoschwere von „gering“ bis „kritisch“ an. Dementsprechend lassen sich Schweregrad und Eintrittswahrscheinlichkeit in drei Risikozonen einteilen: „niedrig“, „mittel“ und „hoch“. Dabei muss im Rahmen des Risikomanagementverfahrens klar definiert werden, welche Risikozonen als akzeptabel gelten und in welchen eine Risikominderung erforderlich ist.

Risikokontrollen identifizieren: Nach der Risikobewertung besteht der nächste Schritt darin, das Risiko zu kontrollieren. Risikokontrollen zielen darauf ab, das identifizierte Risiko zu mindern oder dessen Ausmaß auf ein akzeptables Niveau zu senken. Die Risiken können kontrolliert werden, indem das Produktdesign so angepasst wird, dass das Risiko gemindert wird, Schutzmaßnahmen in das Produkt integriert werden und das Auftreten von Schäden durch zusätzliche Sicherheitsinformationen wie Gebrauchsanweisungen und Kennzeichnungen verringert wird. Nach Überprüfung der Wirksamkeit der Risikokontrollen können die verbleibenden Risiken erneut bewertet werden; sollten die Risiken weiterhin inakzeptabel sein, sind zusätzliche Risikokontrollen erforderlich.

Überprüfung, Berichterstattung und Dokumentation: Deroben genannte Prozess sollte im Rahmen des Risikomanagementberichts überprüft und dokumentiert werden. Da sich das Risikomanagement für Medizinprodukte über den gesamten Produktlebenszyklus erstreckt, müssen die Risikomanagementunterlagen auch nach Abschluss des Produktentwicklungsprozesses auf dem neuesten Stand gehalten werden. Die Risikomanagementunterlagen müssen systematisch überprüft und aktualisiert werden, auch wenn Ereignisse wie Beschwerden, Produktrückmeldungen, Abweichungen usw. auftreten.  

Da das Risikomanagement eine weltweit geltende regulatorische Anforderung ist, müssen Medizinprodukte gründlich geprüft werden, um Risiken zu minimieren und ein Höchstmaß an Sicherheit und Wirksamkeit zu gewährleisten. Sind Sie auf der Suche nach einem konformen und effektiven Risikomanagementsystem für die Bewertung Ihrer Medizinprodukte? Reach Wenden Sie sich an ein Expertenteam aus Beratern für das Risikomanagement bei Medizinprodukten. Bleiben Sie auf dem Laufenden. Halten Sie die Vorschriften ein.

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