Die österreichischen Lebensmittelsicherheitsbehörden haben über das Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Futtermittel (RASFF) eine Warnung herausgegeben, nachdem in Kurkumapulver aus Indien übermäßige Mengen an Chlorpyrifos nachgewiesen wurden. Laut der RASFF-Meldung 2026.6388 wurde der Vorfall als potenziell schwerwiegendes Risiko eingestuft. Der Verstoß wurde bei amtlichen Marktontrollen festgestellt, bei denen im Rahmen einer Laboranalyse Chlorpyrifos in einer Konzentration von 0,039 ± 0,020 mg/kg nachgewiesen wurde, womit der geltende EU-Höchstgehalt für Rückstände von 0,01 mg/kg überschritten wurde. Chlorpyrifos ist in der Europäischen Union nicht für die Verwendung zugelassen, und der festgestellte Rückstandswert lag fast viermal höher als der zulässige Grenzwert. Das betroffene Produkt, das als Kurkumapulver vermarktet wurde, stammte aus Indien und war für den Vertrieb in mehreren europäischen Ländern bestimmt. Als Reaktionen darauf veranlassten die österreichischen Behörden einen Rückruf vom Markt und informierten die zuständigen Behörden in Tschechien, Ungarn, der Slowakei und Slowenien, um Folgemaßnahmen zu unterstützen. Über Erkrankungen im Zusammenhang mit der betroffenen Charge wurde nicht berichtet. Lebensmittelunternehmer, die Gewürze in die EU importieren, sollten die Einhaltung der Pestizidvorschriften jedoch weiterhin genau überwachen, insbesondere bei Stoffen, die im Rahmen der EU-Pestizidgesetzgebung nicht mehr zugelassen sind.

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