Am 8. Mai 2026 aktualisierte die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) ihre Webseite „Aktuelle Testvorschläge“ und lud Dritte ein, wissenschaftlich gültige Informationen und Studien zu Stoffen einzureichen, die einer vorgeschlagenen Wirbeltier-Gefahrenprüfung gemäß der REACH-Verordnung unterzogen werden. Die Veröffentlichung enthält Details zu Stoffen, den damit verbundenen Gefahrenendpunkten und Fristen für die Einreichung wissenschaftlicher Kommentare oder alternativer Daten zur Unterstützung von Chemikaliensicherheitsbewertungen und zur Reduzierung unnötiger Tierversuche. Laut ECHA werden derzeit mehrere Stoffe vorgeschlagenen Tests für Endpunkte wie Toxizität bei wiederholter Verabreichung, Reproduktionstoxizität, Entwicklungstoxizität, Gentoxizität, Bioakkumulation und langfristige aquatische Toxizität unterzogen. Zum Beispiel sind für 1) 1,2-Diaminotoluol, ethoxyliert und propoxyliert (EC 701-499-4) Tests zur oralen Toxizität bei wiederholter Verabreichung, Reproduktionstoxizität und Entwicklungstoxizität an Ratten und Kaninchen vorgeschlagen, mit Einreichungsfristen bis zum 12. Juni 2026. 2) Natriummetavanadat (EC 237-272-7), Vanadiumdioxid (EC 234-841-1) und verwandte Vanadiumverbindungen werden für Studien zur Reproduktions- und Entwicklungstoxizität vorgeschlagen, mit Fristen bis zum 8. Mai 2026. 3) Asphalt (EC 232-490-9) und Erdölrückstandssubstanzen werden für Tests zur oralen Toxizität bei wiederholter Verabreichung, Reproduktionstoxizität und Entwicklungstoxizität vorgeschlagen. 4) Weitere gelistete Stoffe sind A) Benzoesäure, B) Dodecylacrylat, C) Dilithiumsebacat, D) Triisobutylphosphat, E) Tallölpech, F) N-tert-Butylbenzothiazol-2-sulfenamid, die Endpunkte wie aquatische Toxizität, Entwicklungstoxizität und In-vivo-Gentoxizität abdecken. Die ECHA erklärte, dass Interessengruppen einzelne Dossiers prüfen, die wissenschaftliche Grundlage der vorgeschlagenen Studien verstehen und relevante alternative Daten vor den angegebenen Fristen einreichen können. Die Initiative unterstützt eine transparente Chemikalienrisikobewertung und fördert gleichzeitig die Verwendung wissenschaftlich gerechtfertigter Alternativen zu Wirbeltierversuchen im Rahmen des europäischen Chemikalienrechts.
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