Am 17. Juni 2026 kündigte die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) das erste Treffen ihrer Kollaborativen Plattform für Alternativen zu Tierversuchen (CP-AAT) an, die Vertreter der EU Member States, der Europäischen Kommission, der EU-Agenturen, der Industrie und öffentlich-privater Partnerschaften zusammenbringt, um die Zusammenarbeit bei der Entwicklung und dem regulatorischen Einsatz von tierversuchsfreien Methoden zu stärken. Während des Eröffnungstreffens diskutierten die Teilnehmer laufende Initiativen in ganz Europa, die darauf abzielen, Alternativen zu Tierversuchen voranzutreiben, und identifizierten Möglichkeiten zur Verbesserung der Koordination, zur Stärkung des wissenschaftlichen Austauschs und zur Vermeidung von Doppelarbeit. Die Plattform einigte sich auf vier Schwerpunktbereiche für ihr anfängliches zweijähriges Arbeitsprogramm: die Förderung der regulatorischen Akzeptanz von quantitativen Struktur-Wirkungs-Beziehungs-Modellen (QSAR) und anderen In-silico-Methoden, die Entwicklung harmonisierter Ansätze für In-vitro-toxikokinetische Daten, die Unterstützung der regulatorischen Anwendung von Omics-Technologien in der Gefahrenbewertung und die Weiterentwicklung neuer Ansatzmethoden (NAMs) für Nano- und fortschrittliche Materialien. Die Kollaborative Plattform für Alternativen zu Tierversuchen wird als informelles, unverbindliches Forum zweimal jährlich tagen, um die wissenschaftliche Zusammenarbeit, den Kapazitätsaufbau und die Entwicklung eines gemeinsamen Verständnisses hinsichtlich des regulatorischen Einsatzes alternativer Testmethoden zu erleichtern. Die Initiative stellt den ersten Beitrag der ECHA zum Fahrplan der Europäischen Kommission zum Ausstieg aus Tierversuchen dar, der am 1. Juni 2026 veröffentlicht wurde.

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