Die Nationale Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelkontrolle (BPOM) hat einen wichtigen Regulierungsschritt unternommen, um Indonesiens nationales Programm zur Bekämpfung nicht übertragbarer Krankheiten (NCDs) zu unterstützen, indem sie die Nährwertinformationen auf Etiketten von verarbeiteten Lebensmitteln verstärkt. Am Montag, den 6. April 2026, unterzeichnete der Leiter der BPOM einen Entwurf zur Überarbeitung der BPOM-Verordnung über Nährwertinformationen auf Etiketten von verarbeiteten Lebensmitteln, der Bestimmungen für die Nutri-Level-Nährwertkennzeichnung auf der Vorderseite der Verpackung (FOPNL) einführt.
Der überarbeitete Verordnungsentwurf integriert offiziell Nutri-Level, ein neues Nährwertkennzeichnungssystem, das Verbrauchern helfen soll, gesündere Lebensmittel zu wählen, indem es die Mengen an Zucker, Salz und Fett (GGL) in verarbeiteten Lebensmitteln klar angibt. Ein übermäßiger Verzehr dieser Nährstoffe wurde als wesentlicher Faktor für die zunehmende Belastung durch NCDs in Indonesien identifiziert.
Das Nutri-Level-System erklärt
Gemäß der vorgeschlagenen Verordnung kategorisiert Nutri-Level verarbeitete Lebensmittel in vier Stufen (A bis D), basierend auf ihrem GGL-Gehalt, unterstützt durch farbcodierte Indikatoren zum leichteren Verständnis:

A Dunkelgrün: Geringerer GGL-Gehalt
B Hellgrün: Niedriger GGL-Gehalt
C Gelb: Sollte mit Bedacht konsumiert werden
D Rot: Der Verzehr sollte je nach individuellen Bedürfnissen oder Gesundheitszustand begrenzt werden

Mit der Nutri-Level-Kennzeichnung wird gehofft, dass das öffentliche Bewusstsein bei der Wahl gesünderer Produkte steigt, erklärte der Leiter der BPOM nach der Unterzeichnung des Verordnungsentwurfs im BPOM-Büro.
Die BPOM betonte, dass die Nutri-Level-Politik den Verzehr von verarbeiteten Lebensmitteln nicht verbietet. Vielmehr dient sie als einfache und praktische Orientierungshilfe, um Verbrauchern den Produktvergleich und die leichtere Identifizierung gesünderer Optionen zu ermöglichen.
Die Behörde stellte auch klar, dass die Verordnung nicht dazu gedacht ist, Unternehmen bei der Herstellung oder dem Vertrieb von verarbeiteten Lebensmitteln einzuschränken. Im Gegenteil, die BPOM hofft, dass die Politik Innovationen fördern wird. Wir erwarten, dass Unternehmen dies als Chance sehen, Pioniere bei der Förderung eines Trends zu einem gesünderen Verzehr von verarbeiteten Lebensmitteln zu werden, erklärte der Leiter der BPOM.

Die überarbeitete Verordnung wurde in Übereinstimmung mit den Good Regulatory Practices (GRP) entwickelt und durchlief öffentliche Konsultationen, an denen eine Vielzahl von Interessengruppen beteiligt war, darunter Ministerien und Regierungsinstitutionen, Berufs- und Gemeinschaftsorganisationen, Wirtschaftsakteure und Industrieverbände.
Nach der Unterzeichnung tritt der Verordnungsentwurf in die Harmonisierungsphase ein, in der der Inhalt des Entwurfs mit umfassenderen gesetzlichen Rahmenbedingungen abgestimmt wird, bevor er endgültig verabschiedet wird.
Stufenweise und freiwillige Umsetzung
Die Einführung der Nutri-Level-Kennzeichnung wird stufenweise erfolgen, wobei Getränkeprodukte als erste Kategorie festgelegt wurden. Die Politik beginnt auf freiwilliger Basis, begleitet von einer Übergangszeit, um Unternehmen ausreichend Zeit zur Anpassung zu geben, bevor die Kennzeichnung möglicherweise obligatorisch wird.
Die BPOM bekräftigte ihr Engagement für eine kontinuierliche Evaluierung und das Feedback der Interessengruppen, um sicherzustellen, dass die Nutri-Level-Umsetzung verhältnismäßig, effektiv und vorteilhaft für Verbraucher bleibt und gleichzeitig die Bedürfnisse der Unternehmen als strategische Partner bei der Schaffung einer gesünderen Lebensmittelumgebung berücksichtigt.

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Indonesien, BPOM, Nährwertkennzeichnung auf der Vorderseite der Verpackung (FOPNL).