Übersetzungsmanagement-Prozess – Eine Übersicht
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In unserer heutigen globalisierten Welt ist der Bedarf an genauer und effizienter Übersetzung von Etiketten wichtiger denn je, insbesondere in der streng regulierten Pharmaindustrie. Der Prozess des Übersetzungsmanagements ist eine komplexe Abfolge von Schritten, die sicherstellt, dass Dokumente, Produktinformationen und Daten klinischer Prüfungen präzise übersetzt werden und den regulatorischen Anforderungen verschiedener Länder entsprechen. Dieser Blogbeitrag gibt einen Überblick über den Prozess des Übersetzungsmanagements mit Schwerpunkt auf dem Pharmasektor und der regulatorischen Kennzeichnung.

Einführung in das Übersetzungsmanagement

Übersetzungsmanagement ist der systematische Ansatz zur Übersetzung von Dokumenten und Texten von einer Sprache in eine andere unter Beibehaltung der Integrität und Bedeutung des Originalinhalts. In der Pharmaindustrie geht es bei diesem Prozess nicht nur um die sprachliche Konvertierung, sondern auch darum, die Einhaltung regulatorischer Standards und die kulturelle Angemessenheit sicherzustellen.

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Vorbereitung auf die Übersetzung

Der erste Schritt beim Management der Übersetzung von Kennzeichnungen ist die Vorbereitung. Inhaltsinhabern (MAHs) wird empfohlen, frühzeitig vorzusorgen, insbesondere nach der Annahme der Empfehlung des Ausschusses für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) für eine Änderung. Eine frühzeitige Vorbereitung ermöglicht es, die Übersetzungsqualität innerhalb der für die Fertigstellung meist knappen Fristen zu optimieren.

Der Übersetzungsprozess

Der Übersetzungsprozess umfasst mehrere wichtige Schritte:

1. Erstübersetzung: Diese wird von Muttersprachlern oder Übersetzern durchgeführt, die fließend in der Zielsprache sind. Für qualitativ hochwertige Ergebnisse ist menschliches Fachwissen von entscheidender Bedeutung, und Übersetzungen sollten von Fachleuten mit der entsprechenden Expertise in der Forschung klinischer Prüfungen und in der leicht verständlichen Kommunikation durchgeführt werden.

2. Überprüfung und Revision: Nach der ersten Übersetzung des Etiketts wird eine Überprüfung durch eine dritte Person empfohlen, vorzugsweise mit Fachwissen in diesem Bereich. Dieser Schritt kann eine Rückübersetzung beinhalten, bei der das Dokument zur Überprüfung der Genauigkeit wieder in die Ausgangssprache übersetzt wird.

3. Sprachliche Prüfung: Je nach Art des regulatorischen Verfahrens und ob eine Entscheidung der Kommission erforderlich ist, können die Fristen und die Notwendigkeit einer sprachlichen Prüfung variieren. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) koordiniert diesen Kennzeichnungsprozess, insbesondere wenn mehrere MAHs beteiligt sind.

4. Qualitätskontrolle: Kontrollierte Arbeitsabläufe mit integrierten Qualitätsprüfungen tragen dazu bei, eine hohe Übersetzungsqualität zu erreichen. Technologie- und Automatisierungstools wie computergestützte Übersetzungstools (CAT-Tools) und Translation Memories können die sprachliche Genauigkeit und Konsistenz verbessern.

Implementierung und Nachbereitung

Sobald die Übersetzung abgeschlossen ist, ist eine Zusage aller beteiligten Parteien erforderlich. Dies umfasst die Bereitstellung qualitativ hochwertiger Übersetzungen und die Einhaltung der Kommentare der Member States. Ist eine Übersetzung von schlechter Qualität, sollte der betreffende Member State den MAH und die Agentur informieren, und die Übermittlung an die Europäische Kommission wird verzögert, bis eine geänderte Übersetzung vorliegt.

Verbreitung und Zugänglichkeit

Die übersetzten Dokumente, insbesondere die laienverständlichen Zusammenfassungen (Lay Summaries, LS) von klinischen Studien, sollten schnellstmöglich zur Verfügung gestellt werden, um allen Patienten und der Öffentlichkeit einen fairen Zugang zu Informationen zu garantieren. Die Bereitstellung über die EU-Datenbank und darüber hinaus ist ein entscheidender Schritt in diesem Prozess.

Fazit

Das Übersetzungsmanagement ist für die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften in der Pharmabranche von entscheidender Bedeutung. Es erfordert eine sorgfältige Planung, Fachwissen und den Einsatz von Technologien, um sicherzustellen, dass Übersetzungen präzise, kulturell angemessen und regelkonform sind. Durch ein fundiertes und stabiles Management für Kennzeichnungsübersetzungen können Pharmaunternehmen effektiv mit Behörden und Patienten in verschiedenen Regionen kommunizieren und sicherstellen, dass wichtige Gesundheitsinformationen für alle zugänglich sind.

Denken Sie daran: Beim Management von Kennzeichnungsübersetzungen geht es nicht nur darum, Wörter von einer Sprache in eine andere zu übertragen, sondern darum, Brücken zwischen Kulturen und regulatorischen Umgebungen zu schlagen, um die globale Gesundheit und Sicherheit zu fördern.

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