Einleitung
Die Vereinigten Arabischen Emirate (UAE) haben sich zu einem der am schnellsten wachsenden Pharmamärkte im Nahen Osten entwickelt. Mit der Einrichtung der Emirates Drug Establishment (EDE) als nationale Regulierungsbehörde für die Registrierung, Lizenzierung und Pharmakovigilanz von Arzneimitteln ist das Verständnis des regulatorischen Umfelds für Hersteller und Regulierungsfachleute, die einen Markteintritt anstreben, von entscheidender Bedeutung geworden.
Dieser Leitfaden bietet eine Schritt-für-Schritt-Übersicht über den Prozess der Arzneimittelregistrierung in den UAE und hilft Regulierungsfachleuten dabei, Einreichungen zu optimieren und die Einhaltung der sich stetig weiterentwickelnden Anforderungen der EDE sicherzustellen.
1. Regulatorische Architektur und Wege unter der EDE
Die Emirates Drug Establishment (EDE) reguliert den gesamten Lebenszyklus von Arzneimitteln in den UAE, von der Genehmigung klinischer Prüfungen bis hin zur Marktüberwachung.
Zu den wichtigsten regulatorischen Aspekten gehören:
- Marketing Authorization (MA) & Produktregistrierung: Alle pharmazeutischen Produkte müssen bei der EDE registriert sein, bevor sie in den UAE vermarktet oder importiert werden dürfen.
- Dossiereinreichung (CTD/eCTD): Die EDE verlangt Einreichungen im Format Common Technical Document (CTD) oder electronic CTD (eCTD), um die Übereinstimmung mit internationalen ICH-Standards sicherzustellen.
- Pharmakovigilanz-Anforderungen (PV): Unternehmen müssen ein lokales PV-System einrichten, eine qualifizierte Person für Pharmakovigilanz (QPPV) benennen und die fristgerechte Meldung von Nebenwirkungen sicherstellen.
- Registrierung von MAH und Herstellungsstätten: Herstellungsstätten müssen über gültige GMP-Zertifikate verfügen, die von der EDE ausgestellt oder anerkannt wurden.
2. Schritt-für-Schritt-Anleitung: So registrieren Sie ein Arzneimittel in den UAE
Schritt 1 – Planung vor der Einreichung
- Bestimmen Sie die Produktklassifizierung (neuer chemischer Wirkstoff, Generikum, Biologikum, Impfstoff usw.).
- Benennen Sie einen lokalen Inhaber der Genehmigung für das Inverkehrbringen (MAH) oder einen bei der EDE registrierten bevollmächtigten lokalen Vertreter.
- Überprüfen Sie, ob die Herstellungs- und Importanlagen den Lizenzierungsstandards der EDE entsprechen.
Schritt 2 – Dossiererstellung (CTD/eCTD)
- Modul 1: UAE-spezifische administrative und rechtliche Informationen, GMP-Zertifikate, Freiverkaufszertifikat (FSC), CPP und Kennzeichnungsvorlagen.
- Module 2–5: Qualitätsbezogene (CMC), nicht-klinische und klinische Dokumentation im Einklang mit den EDE-Richtlinien und ICH-Anforderungen.
- Stellen Sie sicher, dass das Dossier zweisprachig (Arabisch und Englisch) und für die eCTD-Einreichung formatiert ist.
Schritt 3 – Einreichung und Prüfverfahren
- Reichen Sie das Dossier über das digitale EDE-Portal zusammen mit den entsprechenden Prüfgebühren ein.
- Überwachen Sie den Status des Antrags und reagieren Sie zeitnah auf Rückfragen der EDE.
- Begleiten Sie die Nachverfolgung für die Genehmigung der Produktstabilität und der Preisgestaltung.
- Einreichung der Muster zur Laboranalyse zusammen mit den dazugehörigen Referenzstandards und Säulen.
- Genehmigung des endgültigen Zertifikats
Schritt 4 – Compliance nach der Zulassung & Lifecycle-Management
- Wahren Sie eine gültige Marktzulassung durch rechtzeitige Verlängerungen und Änderungsanzeigen (Variations).
- Richten Sie ein Pharmakovigilanzsystem ein und reichen Sie wie vorgeschrieben periodische Sicherheitsberichte (PSURs) ein.
- Stellen Sie sicher, dass Kennzeichnung, Werbematerialien und Werbung den EDE-Vorschriften entsprechen (arabische/englische Compliance, keine irreführenden Angaben), und holen Sie vor dem Vertrieb auf dem Markt die Genehmigung der EDE ein.
3. Wichtige Herausforderungen für Fachleute im Bereich Regulatory Affairs in den UAE
- Anpassung an sich entwickelnde EDE-Frameworks: Die nationale Arzneimittelbehörde der VAE (Emirates Drug Establishment) optimiert und digitalisiert ihre Registrierungssysteme kontinuierlich.
- Umstellung auf eCTD-Einreichungen: Unternehmen müssen in konforme eCTD-Plattformen und die Validierung der Datenintegrität investieren.
- Arabische Kennzeichnung und Lokalisierung: Die Gewährleistung einer präzisen zweisprachigen Kennzeichnung bleibt eine große Compliance-Herausforderung.
- Regulatorische Harmonisierung: Abgleich der EDE-Anforderungen mit den GCC- und ICH-Standards für eine schnellere Zulassung.
- Aufkommende Trends im Bereich Regulatory Affairs in den UAE
- Vollständige digitale Transformation der Arzneimittelregistrierung und des Lifecycle-Managements über das Online-Portal der EDE.
- Verstärkter Fokus auf innovative Arzneimittel, Biologika und Therapien für seltene Erkrankungen.
- Stärkere Verlassnahme auf Real-World-Evidenz (RWE) und Pharmakovigilanz-Daten zur Unterstützung von Entscheidungen nach der Zulassung.
- Die wachsende Position der UAE als regionales pharmazeutisches Drehkreuz für die MENA-Region, das beschleunigte Marktzugangswege bietet.
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