Die Internationale Zusammenarbeit für Kosmetiksicherheit (ICCS) hat ihre Leitlinien für bewährte Verfahren (Best Practice Guidance, BPG) zur Hautsensibilisierung vorgestellt. Begleitend dazu wurde ein spezielles Webinar angeboten, das die praktische Anwendung dieser Leitlinien bei der regulatorischen Sicherheitsbewertung unterstützen soll. Die Initiative zielt darauf ab, Wissenschaftlern, Regulierungsbehörden und Fachleuten aus der Industrie dabei zu helfen, neue Ansatzmethoden (New Approach Methodologies, NAMs) zur Bewertung der Hautsensibilisierung anzuwenden, ohne auf Tierversuche zurückzugreifen. Dies geschieht im Einklang mit der OECD-Leitlinie 497 und den Prinzipien der Risikobewertung der nächsten Generation. Das begleitende Webinar mit dem Titel „Skin Sensitisation: Safety Assessment Using NAMs for Substances in Cosmetics and Personal Care Products“ zeigt, wie die BPG in der Praxis umgesetzt werden kann. Es werden definierte Ansätze wie die 2-aus-3-Methode (2o3), die integrierte Teststrategie (ITS) und das SARA-ICE-Modell vorgestellt, die zeigen, wie diese Werkzeuge kombiniert werden können, um die regulatorische Entscheidungsfindung zu stärken. Referenten führender Organisationen, darunter Procter & Gamble, Unilever und L’Oréal, präsentieren Fallstudien und praktische Beispiele, um die Lücke zwischen theoretischen Leitlinien und der täglichen Praxis der Sicherheitsbewertung zu schließen. Die Sitzung umfasst auch eine Live-Fragerunde, die den Teilnehmern die Möglichkeit gibt, direkt mit Experten in Kontakt zu treten und Umsetzungsfragen zu klären. Insgesamt zielen die BPG und das Webinar darauf ab, den Übergang zu konsistenten, transparenten und tierversuchsfreien Sicherheitsbewertungen für Kosmetika zu beschleunigen, indem sie den Beteiligten praktische, wissenschaftlich fundierte Werkzeuge zur Bewertung der Hautsensibilisierung im regulatorischen Kontext an die Hand geben.
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