Es ist in der Industrie bekannt, dass die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) kontinuierlich an alternativen Methoden forscht, mit denen Informationen über die inhärenten Eigenschaften chemischer Substanzen und für die Risikobewertung gewonnen werden können. Nach den drei vorherigen Berichten hat die Agentur nun ihren vierten Bericht vorgelegt, der auf Registrierungsdatensätzen aus den Jahren 2016 und 2019 basiert und ein umfassendes Verständnis des Anwendungsbereichs alternativer Methoden und Teststrategien für alle in der EU registrierten Chemikalien vermittelt.
Das Hauptziel dieser Berichte besteht angeblich darin, tierversuchsfreie Testmethoden und andere Alternativen zu fördern. Der neueste Bericht zeigt einige Veränderungen bei der Nutzung von Alternativen zu Tierversuchen. Das häufigste Anpassungsmuster wird wie folgt aufgeführt:
- Read-Across (25 %)
- Datenverzicht
- Beweiskraft
- Vorhersage von Eigenschaften aus strukturell ähnlichen Substanzen mithilfe von Computermodellen (QSAR)
Die ECHA erwähnte in ihren Ergebnissen, dass Gewicht-der-Evidenz-Ansätze, QSAR- und Datenverzichtsmethoden insbesondere bei der Prüfung der akuten Toxizität von Substanzen zugenommen haben, die zwischen 10 und 100 Tonnen pro Jahr registriert werden. Für diesen Endpunkt wurden 3 % weniger experimentelle Studien verwendet. Auch bei Substanzen mit geringem Volumen von 1 bis 10 Tonnen pro Jahr wurden zugunsten von Anpassungen weniger experimentelle Studien durchgeführt.
Zusammenfassend lässt sich angesichts des neuen Berichts sagen, dass Alternativen zu Tierversuchen weit verbreitet sind. Dies ist vermutlich ein positives Resultat der Änderung der REACH-Anhänge im Jahr 2016, in der klar festgelegt wurde, dass Unternehmen für bestimmte Endpunkte tierfreie Testmethoden (in vitro, in chemico) verwenden müssen. Für kontinuierliche Aktualisierungen zu bewährten regulatorischen Verfahren wenden Sie sich an einen bewährten Partner für Zulassungsfragen.
