ISO 27001-Zertifizierung: Einhaltung der Cybersicherheitsstandards für Medizinprodukte
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Mit der raschen Entwicklung und Einbindung von Software in Medizinprodukte nehmen Datenpannen und Cyberangriffe auf öffentliche und private Informationssysteme von Medizinprodukten zu. Dies führt letztlich zu einer ungewollten Offenlegung vertraulicher Unternehmensinformationen sowie von Patientendaten und gefährdet die Informationssicherheit und rechtliche Systeme. Daher müssen Organisationen im Bereich Medizinprodukte über hochqualifizierte Teams für Cybersicherheit sowie ausgereifte Informationssysteme verfügen und standardisierte Vorschriften einhalten, um die Konformität sicherzustellen.

Die ISO 27001-Zertifizierung gilt als wichtiger Standard für die Informationssicherheit beim Aufbau eines sicherheitsorientierten Arbeitsumfelds. Als internationaler Standard bietet die ISO 27001 Leitlinien für die Einführung eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS) in allen Branchen und stellt sicher, dass Informationen vor internen und externen Sicherheitsbedrohungen geschützt sind. Warum sollte eine Organisation für Medizinprodukte nach ISO 27001 zertifiziert sein? Das erklären wir hier.

1. Minimierung von Cybersicherheitsrisiken: Die ISO 27001-Zertifizierung verringert die Wahrscheinlichkeit von Cybersicherheitsbedrohungen. Die Kernanforderungen dieser Norm werden in den Abschnitten 4.1 bis 10.2 behandelt.

Abschnitt 4.1 – 4.4: Dieser Abschnitt befasst sich mit dem Verständnis der Organisation und ihres Umfelds, den Anforderungen und Erwartungen interessierter Parteien sowie der Festlegung des Geltungsbereichs des ISMS.

Abschnitt 5.1 – 5.3: Dieser Abschnitt konzentriert sich auf Führung und Verpflichtung, die Informationssicherheitsrichtlinie sowie auf die Rollen, Verantwortlichkeiten und Befugnisse innerhalb der Organisation.

Abschnitt 6.1 – 6.3: Hier geht es um die Planung von Maßnahmen zum Umgang mit Risiken und Chancen sowie zum Erreichen der Informationssicherheitsziele.

Abschnitt 7.1 – 7.5: Dieser Abschnitt beschreibt im Detail Folgendes:

  • Angemessene Ressourcen für die Einführung, Umsetzung, Aufrechterhaltung und fortlaufende Verbesserung des ISMS.
  • Bestimmung der Kompetenz der Personen, die am ISMS arbeiten und dessen Leistung beeinflussen können.
  • Bestätigung, dass die am ISMS beteiligten Personen die Richtlinie zur Informationssicherheit, ihren Beitrag zur Wirksamkeit des ISMS und die Folgen bei Nichterfüllung der Anforderungen kennen.
  • Was bezüglich des ISMS kommuniziert werden soll, wann kommuniziert wird, wer an dieser Kommunikation beteiligt ist und wer kommuniziert.
  • Pflege aller Dokumente im Zusammenhang mit dem ISMS.

Abschnitt 8.1 – 8.3: Diese Abschnitte beschreiben die operative Planung und Steuerung sowie die Risikobeurteilung und -bewältigung für die Informationssicherheit.

Abschnitt 9.1 – 9.3: Verpflichtet das Unternehmen dazu, die Leistung und Wirksamkeit des ISMS zu überwachen, zu messen, zu analysieren und zu bewerten, in geplanten Abständen interne Audits durchzuführen und die für ISO 27001 vorgeschriebene Managementbewertung vorzunehmen.

Abschnitt 10.1 – 10.2: Dieser Abschnitt befasst sich mit Abweichungen, Korrekturmaßnahmen sowie der fortlaufenden Bewertung und Verbesserung des ISMS.

2. Vereinfachung der Compliance: Da sich bestimmte Anforderungen der ISO 27001 mit anderen regulatorischen Richtlinien überschneiden, hilft Ihnen eine ISO-Zertifizierung dabei, Bestimmungen wie das Cybersicherheitsrahmenwerk des National Institute of Standards and Technology (NIST) und die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einzuhalten. Obwohl die ISO 27001-Zertifizierung nicht jeden Aspekt der DSGVO abdeckt, bietet sie eine solide Grundlage für Unternehmen, die DSGVO-konform sein möchten, und deckt Richtlinien zur Datensicherheit, Datenintegrität, Risikobeurteilung, Aufbewahrung und Speicherung von Aufzeichnungen sowie zum allgemeinen Datenschutz ab.

3. Geringerer Bedarf an Kundenaudits: Kunden fordern vor Vertragsabschluss häufig eine Überprüfung der Systeme. Eine ISO 27001-Zertifizierung schafft Glaubwürdigkeit und Vertrauen und zeigt Ihren Kunden, dass Ihre bewährten Verfahren zur Informationssicherheit auf dem neuesten Stand sind. Dieses Zertifikat verringert automatisch die Notwendigkeit häufiger Kundenaudits und macht Ihr Unternehmen aus Sicht der Sicherheit für Kunden attraktiver. Nach der Zertifizierung können Unternehmen das Siegel an gut sichtbaren Stellen wie der Startseite, der Fußzeile oder anderen stark frequentierten Webseiten präsentieren.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Organisationen im Bereich Medizinprodukte mit der ISO 27001-Zertifizierung die Einhaltung von Cybersicherheitsvorgaben gewährleisten können. Der Besitz dieses Zertifikats senkt das Risiko von Cybersicherheitsbedrohungen, schützt vertrauliche Informationen und belegt, dass die Risiken für die Informationssicherheit unter Kontrolle sind. Ist Ihre Organisation nach ISO 27001 zertifiziert? Wenden Sie sich an einen erfahrenen Regulierungs-Experten. Bleiben Sie informiert und konform.