Ein Kombinationsprodukt ist ein Therapie- oder Diagnostikprodukt, das Medikamente, Medizinprodukte und/oder biologische Produkte miteinander verbindet. Es vereint mindestens zwei (02) dieser Produktkategorien und manchmal sogar alle drei (03) Kategorien. Einer der Hauptwachstumstreiber für diesen Markt ist die zunehmende Verbreitung chronischer Erkrankungen wie Diabetes, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Kombinationsprodukte bieten einen innovativen Ansatz zur Behandlung dieser Krankheiten, da sie direkt an den betroffenen Bereich abgegeben werden können, was zu einer effektiveren Behandlung führt. Die US Food and Drug Administration (USFDA) hat ein Leitliniendokument für die Industrie und die Mitarbeiter der Behörde zur Nutzung von Zulassungswegen vor dem Markteintritt für Kombinationsprodukte finalisiert, und das federführende USFDA-Zentrum hat sein Augenmerk auf kreuzgelabelte Produkte gerichtet.
Neben der USFDA reguliert auch die EMA den Markt für Kombinationsprodukte. Tatsächlich entwickelt sich das regulatorische Umfeld für Kombinationsprodukte ständig weiter, und Hersteller müssen über diese Änderungen auf dem Laufenden bleiben, um die Einhaltung der Vorschriften zu gewährleisten und den Genehmigungsprozess zu beschleunigen. Dieser Blog beleuchtet einige der zukünftigen regulatorischen Trends auf dem Markt für kosmetische Produkte und deren mögliche Auswirkungen auf die Branche.
Vereinfachung der regulatorischen Wege
In den letzten Jahren haben sich sowohl die USFDA als auch die EMA bemüht, die regulatorischen Wege für Kombinationsprodukte zu vereinfachen. Wie bereits erwähnt, hat die USFDA ein Leitliniendokument finalisiert und das federführende USFDA-Zentrum konzentriert sich auf kreuzgelabelte Produkte.
Ebenso schafft die Medizinprodukteverordnung der EMA, die im Mai 2021 in Kraft trat, einen neuen regulatorischen Rahmen für Kombinationsprodukte mit dem Ziel, die Patientensicherheit zu verbessern und Innovationen zu fördern. Diese regulatorischen Änderungen helfen Herstellern von Kombinationsprodukten dabei, ihre Produkte schneller und effizienter auf den Markt zu bringen.
Stärkere Harmonisierung der Vorschriften
Sowohl die USFDA als auch die EMA arbeiten an einer Harmonisierung ihrer Vorschriften für Kombinationsprodukte, um die internationale Entwicklung und Zulassung dieser Produkte zu erleichtern. Im Jahr 2019 unterzeichneten die Behörden ein gegenseitiges Anerkennungsabkommen (MRA) für Inspektionen von Produktionsstätten für Arzneimittel, wodurch sie Inspektionen der jeweils anderen Regulierungsbehörden anerkennen können. Dieses Abkommen soll dazu beitragen, doppelte Anstrengungen zu reduzieren und die Gesamteffizienz im regulatorischen Prozess zu steigern. Darüber hinaus arbeiten die beiden Behörden an Leitliniendokumenten und Standards für Kombinationsprodukte, was dazu beitragen soll, die regulatorischen Anforderungen für die Produkte anzugleichen und eine einheitliche Bewertung zu fördern.
Die Zunahme von Vorschriften für Kombinationsprodukte außerhalb der US und der EU
Da der Markt für Kombinationsprodukte weiter wächst, reagieren Regulierungsbehörden rund um den Globus außerhalb der US und der Europäischen Union (EU) darauf und entwickeln eigene Vorschriften für diese Produkte. So hat beispielsweise die National Medical Products Administration (NMPA) in China im Januar 2022 zwei (02) Leitlinien veröffentlicht, um die Vorschriften für die Registrierung von Arzneimittel-Medizinprodukt-Kombinationen mit klinischem Nutzen in China zu verbessern und ein für das Land geeignetes Managementmodell aufzubauen. Die Therapeutic Goods Administration (TGA) in Australien veröffentlichte im Oktober 2022 ein Leitliniendokument, das allgemeine Prinzipien zur Festlegung darlegt, welche Anforderungen des australischen Regelwerks für ein bestimmtes Produkt gelten können, und einige Beispiele für solche Grenzprodukte aufführt. Health Canada (HC) veröffentlichte im Juli 2021 ein Leitliniendokument mit dem Titel „Classification of Products at the Drug-Device Interface“, um die Konsistenz, Berechenbarkeit und Transparenz im Entscheidungsprozess der Beteiligten zur Klassifizierung zu verbessern. Die Klassifizierung eines Gesundheitsprodukts ist von entscheidender Bedeutung, da sie bestimmt, welche Vorschriften darauf angewendet werden. Hersteller von Kombinationsprodukten sollten sich der neuen regulatorischen Rahmenbedingungen bewusst sein und die Einhaltung der lokalen Vorschriften in den jeweiligen Märkten sicherstellen.
Die Auswirkungen der Trends auf Hersteller und die Branche
Die Straffung der regulatorischen Wege würde es Herstellern ermöglichen, ihre Produkte schneller und effizienter auf den Markt zu bringen, während eine stärkere Harmonisierung der Vorschriften dazu beitragen sollte, den regulatorischen Aufwand zu verringern, Kosten zu optimieren und die Konsistenz bei der Bewertung dieser Produkte zu erhöhen. Die Zunahme von Vorschriften für Kombinationsprodukte außerhalb der US und der EU könnte jedoch neue regulatorische Herausforderungen für Hersteller mit sich bringen, die in diese Märkte expandieren möchten.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die regulatorische Landschaft für Kombinationsprodukte weiterentwickelt und Hersteller über diese Änderungen auf dem Laufenden bleiben müssen, um die Einhaltung der Vorschriften sicherzustellen und den Genehmigungsprozess zu beschleunigen. Es wird erwartet, dass die Trends der stärkeren Fokussierung auf die Straffung regulatorischer Wege, der besseren Harmonisierung der Vorschriften und der Zunahme von Vorschriften für Kombinationsprodukte außerhalb der US und der EU erhebliche Auswirkungen auf die Hersteller und die Branche im Allgemeinen haben werden.
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