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Die nationale Regulierungsbehörde (ARN) für Arzneimittel und Impfstoffe in Mexiko, die von der Bundeskommission für den Schutz vor Gesundheitsrisiken (COFEPRIS) geleitet wird, wurde von derPanamerikanischen Gesundheitsorganisation (PAHO)offiziell als Kandidatin für den Status einerReferenzregulierungsbehörde (WLA – nach ihrer englischen Abkürzung (World-Listed Authority)bei derWeltgesundheitsorganisation (WHO).

Diese Anerkennung, die zuvor als „Stufe IV“ oder „Regionale Referenzbehörde“ bekannt war, stellt eine internationale Bestätigung der fachlichen Kompetenz, Unabhängigkeit, Transparenz und Einhaltung der Vorschriften durch die Behörde dar. Die Ernennung zurWLAfestigt nicht nur die institutionelle Position der COFEPRIS, sondern kann auch einen transformativen Einfluss auf das Regulierungsumfeld in Mexiko und auf ihre Rolle innerhalb Lateinamerikas haben.

Die Bedeutung einer WLA-Zertifizierung

Nach Angaben der WHO ist eineanerkannte Regulierungsbehörde (WLA)eine Behörde, die nachweislich in der Lage ist, wesentliche Regulierungsaufgaben nach internationalen Standards wahrzunehmen. Diese Anerkennung ermöglicht es anderen Gesundheitsbehörden weltweit, ihre Regulierungsentscheidungen auf der Grundlage von Vertrauen und technischer Zusammenarbeit zu treffen.

Für die Industrie kann dies folgende Vorteile mit sich bringen:

  • Weitreichende internationale Anerkennung der von der COFEPRIS ausgestellten Registrierungen.
  • Abbau von Doppelarbeit bei Exportformalitäten.
  • Möglichkeit, Zulassungsverfahren in Märkten zu beschleunigen, die WLAs anerkennen.
  • Anreize zur Gewinnung von Investitionen aus der Pharma- und Biotechnologiebranche für Mexiko.

In welcher Phase befindet sich die COFEPRIS?

Laut der offiziellen Website der PAHO wurde die COFEPRIS bereitsin die engere Wahl gezogenund durchläuft derzeit eine technische Bewertung im Hinblick auf die formelle Anerkennung. Derzeit haben nur drei Behörden in Amerika diesen Status erreicht: ANVISA Brasilien), Health Canada und die FDA USA).

Auch wenn noch keine offiziellen Termine für die endgültige Entscheidung bekannt gegeben wurden, spiegelt die Nominierung der COFEPRIS als Kandidatin die institutionellen Fortschritte wider, die sie in den letzten Jahren erzielt hat, insbesondere in den Bereichen Digitalisierung (DIGIPRiS), Transparenz und fachliche Autonomie.

Ein pragmatischer Ansatz für Übergangsprozesse und Regulierungsplanung

Die mögliche Ernennung der COFEPRIS zur WLA erfordert nicht nur regulatorische Anpassungen, sondern auch ein Überdenken der Strategien im Hinblick auf Konvergenz, globale Standards und behördenübergreifende Zusammenarbeit.

In diesem Zusammenhang ist es von entscheidender Bedeutung, auf fachliche Begleitung zurückgreifen zu können, die Folgendes ermöglicht:

  • Die Entwicklung regulatorischer Rahmenbedingungen aus regionaler und fachlicher Perspektive zu interpretieren.
  • Mögliche Auswirkungen auf die Aktenverwaltung und den Produktlebenszyklus ermitteln.
  • Möglichkeiten prüfen, die sich im Hinblick auf gegenseitige Abhängigkeiten oder gegenseitige Anerkennung ergeben könnten.
  • Die internen Kapazitäten stärken, um neuen regulatorischen Anforderungen vorausschauend zu begegnen, ohne improvisieren zu müssen.

Freyr arbeitet aktiv mit Regulierungsbehörden zusammen, die fundierte, nachhaltige und an das neue lateinamerikanische Regulierungsumfeld angepasste Entscheidungen treffen möchten. Wenn Sie mehr erfahren möchten oder eine unserer Dienstleistungen in Anspruch nehmen möchten, schreiben Sie uns.

Was könnte dieser Prozess für die Unternehmen der Branche bedeuten?

Aus strategischer Sicht festigt die mögliche Anerkennung als WLA die Position der COFEPRIS als Schlüsselakteur bei der regionalen Regulierungsharmonisierung. Für die regulierten Unternehmen hätte dies folgende Auswirkungen:

  • Die Notwendigkeit, ihre internen Prozesse an strengere Standards anzupassen.
  • Mehr Rückverfolgbarkeit, Konsistenz und fachliche Fundiertheit bei behördlichen Anträgen.
  • Möglichkeiten, auf der Grundlage von Entscheidungen der COFEPRIS Strategien für den Markteintritt in anderen Märkten zu entwickeln.
  • Stärkung bewährter Regulierungspraktiken, der Dokumentenqualität und der Nutzung von CTD-/eCTD-Strukturen.

Darüber hinauswürde die Aufnahme in die Liste der WLAsdie Grundsätze der regulatorischen Vertrauenswürdigkeit („regulatory reliance“) stärken und den Weg für eineengere Zusammenarbeit zwischen den Behördensowie für eine mögliche gegenseitige Anerkennung von Gesundheitsentscheidungen in der Region ebnen.