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In den letzten Jahren hat der chinesische Gesundheitssektor einen tiefgreifenden Wandel durchlaufen. Die Regierung hat das Programm zur volumenbasierten Beschaffung (VBP) eingeführt, um die Arzneimittelkosten zu senken und die Zugänglichkeit zu verbessern. Diese Initiative, die von der Nationalen Behörde für die Sicherheit im Gesundheitswesen (NHSA) beaufsichtigt wird, steht im Mittelpunkt von Chinas Strategie zur Eindämmung der steigenen Gesundheitsausgaben und zur Verbesserung des Patientenzugangs zu lebenswichtigen Medikamenten.

Der Kern der Kontroverse

Obwohl das Programm durch den Großeinkauf von patentfreien und Generika-Arzneimitteln die Preise erfolgreich nach unten gedrückt hat, hat es auch regulatorische Bedenken geweckt. Angehörige der Gesundheitsberufe und ausländische Wirtschaftsverbände, darunter die Handelskammer der Europäischen Union in China, haben Bedenken hinsichtlich einer möglichen Beeinträchtigung der Arzneimittelqualität durch den aggressiven Preiswettbewerb geäußert.

Anfang 2025 leitete die NHSA eine offizielle Untersuchung ein, nachdem chinesische Mediziner über die klinische Wirksamkeit bestimmter Generika, die im Rahmen des Programms geliefert wurden, Bedenken geäußert hatten. Obwohl die NHSA zu dem Schluss kam, dass diese Bedenken unbegründet waren, kritisierte die EU-Handelskammer die Untersuchung wegen mangelnder Transparenz und begrenzter Datenoffenlegung.

Regulatorische Implikationen

Diese Situation verdeutlicht ein entscheidendes Problem in den regulatorischen Angelegenheiten der Pharmaindustrie: Sicherzustellen, dass Beschaffungsstrukturen Kosteneinsparungen ermöglichen und gleichzeitig die Anforderungen an Good Manufacturing Practices (GMP) und Pharmakovigilanz einhalten. Die Regulierungsbehörden in China stehen nun unter wachsendem Druck, Preisbildungsmechanismen mit einer robusten Überwachung nach dem Inverkehrbringen und Maßnahmen zur Qualitätssicherung in Einklang zu bringen.

Die EU-Handelskammer hat gefordert, bei Beschaffungspolitiken pharmakoökonomische Vorteile und klinische Ergebnisse zu berücksichtigen, und eine Überarbeitung der aktuellen Bewertungskriterien empfohlen. Diese Kontroverse hat zu einer strengeren Prüfung geführt, wie China seine Beschaffungsmodelle an internationale regulatorische Best Practices anpasst, insbesondere in Bezug auf Bioäquivalenz, therapeutische Konsistenz und Patientensicherheit.

Eine sich wandelnde regulatorische Landschaft

Parallel zu dieser Beschaffungsdebatte hat Chinas Zentrum für die Evaluierung von Arzneimitteln (CDE) proaktiv technische Leitlinien überarbeitet, wobei der Schwerpunkt insbesondere auf klinisch-pharmakologischen Studien für Peptid- und Antikörpermedikamente liegt, die im Januar 2025 veröffentlicht wurden. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Qualität der klinischen Forschung zu standardisieren und die wissenschaftliche Fundierung hinter Arzneimittelzulassungen zu stärken.

Zusammengenommen deuten diese Entwicklungen auf eine sich wandelnde regulatorische Landschaft hin, in der die Einhaltung der GxP-Standards, evidenzbasierte Bewertungen und transparente Entscheidungsprozesse zu wichtigen Unterscheidungsmerkmalen für in China tätige Pharmaunternehmen werden.

Das Verständnis von Chinas sich wandelndem Beschaffungs- und Regulatory-Umfeld kann komplex sein, da Bedenken hinsichtlich der Balance zwischen Kostendruck und der Aufrechterhaltung der Arzneimittelqualität zunehmen. Bei Freyr helfen wir Pharmaunternehmen, diese Herausforderungen zu bewältigen, indem wir End-to-End-Regulatory-Unterstützung anbieten – von der lokalen Vertretung bis hin zur Gewährleistung der Einhaltung der neuesten Vorschriften Chinas.

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Quellen: