Um ein Kosmetikprodukt erfolgreich auf einem Markt zu platzieren, müssen Hersteller die Kosmetikvorschriften des Ziellandes entschlüsseln und einhalten. Während einige Länder die globalen Kosmetikvorschriften befolgen, haben andere ihre eigenen Vorschriften zur Überwachung der Produkte festgelegt.
In Kanada ist Health Canada die zuständige Behörde für die Überwachung der Herstellung von Kosmetikprodukten. Um sicherzustellen, dass die im Land vertriebenen Produkte sicher in der Anwendung sind, müssen Hersteller die Vorschriften und Gesetze befolgen, die unter anderem Folgendes umfassen:
1. Food and Drugs Act (R.S.C., 1985, c. F-27)
Das Lebensmittel- und Arzneimittelgesetz definiert umfassende Vorschriften für Kosmetikprodukte in Kanada. Das Gesetz legt Richtlinien für die Kennzeichnung, Verpackung, Herstellung, den Verkauf und die Sicherheit von in Kanada vertriebenen Kosmetikprodukten fest. Jedes Produkt, das die Standards des Lebensmittel- und Arzneimittelgesetzes nicht erfüllt, darf in Kanada nicht verkauft werden.
Die Kosmetikvorschriften im Rahmen des Lebensmittel- und Arzneimittelgesetzes bieten eine detaillierte Beschreibung der Anforderungen an ein sicheres und wirksames Kosmetikprodukt.
2. Kosmetik-Meldeformular (CNF)
Gemäß dem kanadischen Lebensmittel- und Arzneimittelgesetz muss jedes in Kanada vertriebene Kosmetikprodukt Health Canada innerhalb von 10 Tagen nach seiner Markteinführung durch Einreichung eines Kosmetik-Meldeformulars (CNF) gemeldet werden. Die Vorschrift gilt sowohl für neue Produkte als auch für bestehende Produkte mit Änderungen in der Formulierung, dem Produktnamen, der Adresse oder den Kontaktinformationen usw. Die alleinige Einreichung eines CNF beweist nicht die Sicherheit und Wirksamkeit eines Produkts; es muss auch den anderen Vorschriften des Lebensmittel- und Arzneimittelgesetzes entsprechen.
3. Verbraucherverpackungs- und Kennzeichnungsgesetz
Dieses Gesetz legt fest, wie ein Kosmetikprodukt gemäß den Kosmetikvorschriften gekennzeichnet und verpackt werden muss, um erfolgreich auf dem kanadischen Kosmetikmarkt platziert zu werden. Das Etikett eines Kosmetikprodukts muss alle bei der Herstellung des Produkts verwendeten Inhaltsstoffe klar auflisten, gegebenenfalls zusammen mit zusätzlichen Kategorien von Verbindungsinhaltsstoffen. Das Etikett muss auch alle Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen auflisten, die den Verbrauchern Schaden zufügen könnten.
Sind die im Produkt verwendeten Inhaltsstoffe nicht gemäß der International Nomenclature of Cosmetic Ingredients (INCI) aufgeführt, müssen sie nach kanadischem Recht sowohl auf Englisch als auch auf Französisch angegeben werden.
4. Neustoffmeldung (NSN)
Die Chemikalienliste Kanadas besteht aus zwei Teilen: der Domestic Substance List (DSL) und der Non-Domestic Substance List (NDSL), die zusammen fast 81.000 Substanzen erfassen.
Jede neue Substanz, die bei der Herstellung eines Kosmetikprodukts verwendet wird und nicht in der DSL aufgeführt ist, muss als neue Substanz bei der NSN registriert werden. Klicken Sie hier, um herauszufinden, ob eine Substanz bei der NSN registriert werden muss oder nicht.
5. Cosmetic Ingredient Hotlist
Die Hotlist der kosmetischen Inhaltsstoffe, oder kurz Hotlist, ist eine Liste von Inhaltsstoffen sowie verwandten Verbindungsinhaltsstoffen, deren Verwendung in Kosmetikprodukten in Kanada verboten ist. Sie enthält auch eine Liste eingeschränkter Inhaltsstoffe und damit verbundener Warnhinweise. Diese müssen auf dem Etikett angegeben werden, falls sie bei der Herstellung verwendet werden. Ist ein Inhaltsstoff nicht in der Hotlist aufgeführt, werden seine Sicherheit und Wirksamkeit erst nach einer Bewertung bestimmt.
Die Kosmetikvorschriften in den verschiedenen Ländern sind komplex, da jede Region spezifische Regeln und Vorschriften hat, die für einen erfolgreichen Markteintritt befolgt werden müssen. Um den Markteintritt zu optimieren und einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, informieren Sie sich, um überall konform zu sein. Bleiben Sie auf dem Laufenden. Bleiben Sie informiert.