Verständlichmachung der Kennzeichnungsvorschriften der EU für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel
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Wenn es um die Kennzeichnungspflichten für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel in der Europäischen Union (EU) geht, müssen Sie genau auf die Details achten. Die EU hat strenge Vorschriften erlassen, um sicherzustellen, dass Verbraucher genaue und transparente Informationen zu den von ihnen konsumierten Produkten erhalten. In diesem Blog befassen wir uns mit den wesentlichen Aspekten der Kennzeichnungspflichten der EU für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel, einschließlich der Regeln und Vorschriften, die Produktangaben und -informationen regeln.

Die Grundlagen der Kennzeichnungspflichten der EU für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel verstehen

  • Richtlinie 2002/46/EG und Verordnung (EU) Nr. 1169/2011: Die Grundlage der Kennzeichnungspflichten der EU für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel lässt sich auf die folgenden zwei (02) Schlüssel-Dokumente zurückführen:
    • Richtlinie 2002/46/EG über Nahrungsergänzungsmittel.
    • EU-Lebensmittelinformationsverordnung Nr. 1169/2011.

Die oben genannten Dokumente legen die verbindlichen Kennzeichnungspflichten fest, denen verantwortliche Betreiber innerhalb der EU nachkommen müssen.

  • Vermeidung krankheitsbezogener Angaben: Einer der wichtigsten Aspekte der EU-Kennzeichnungsvorschriften ist das Verbot von Angaben, die suggerieren, dass ein Produkt eine Krankheit verhindern, behandeln oder heilen kann. Dieses Verbot stellt sicher, dass Verbraucher nicht durch übertriebene und falsche Versprechungen von Gesundheit und Wohlbefinden irregeführt werden, was wiederum Transparenz und Ehrlichkeit im Produktmarketing fördert. Darüber hinaus müssen alle gesundheitsbezogenen Angaben auf Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln von der Europäischen Kommission (EC) genehmigt werden und sollten stets von einem Hinweis begleitet sein, der die überragende Bedeutung einer abwechslungsreichen, ausgewogenen Ernährung und eines gesunden Lebensstils hervorhebt.

Nahrungsergänzungsmittel verstehen

Nahrungsergänzungsmittel spielen eine wichtige Rolle im Leben der Verbraucher, da sie konzentrierte Quellen essenzieller Nährstoffe und Substanzen mit spezifischen physiologischen Wirkungen darstellen. Sie sind darauf ausgelegt, Nährstoffmängel im menschlichen Körper zu beheben, physiologische Funktionen zu unterstützen und sicherzustellen, dass Einzelpersonen eine ausreichende Menge aller lebenswichtigen Nährstoffe erhalten.

Wichtige Informationen für vorverpackte Lebensmittel

Für vorverpackte Lebensmittel schreibt die EU spezifische Kennzeichnungsvorschriften vor, die Folgendes umfassen:

  • Bezeichnung des Lebensmittels.
  • Zutatenliste (einschließlich Zusatzstoffe).
  • Angaben zu Allergenen.
  • Menge bestimmter Zutaten.
  • Datumsangabe (Mindesthaltbarkeitsdatum/Verbrauchsdatum).
  • Herkunftsland.
  • Name und Anschrift des in der EU ansässigen Lebensmittelunternehmers oder Importeurs.
  • Nettofüllmenge.
  • Besondere Lagerbedingungen und/oder Verwendungsbedingungen.
  • Gebrauchsanweisung (IFU), falls erforderlich.
  • Alkoholgehalt für Getränke (wenn höher als 1,2 %).
  • Nährwertangaben.

Kennzeichnungsinformationen für Nahrungsergänzungsmittel

Bei Nahrungsergänzungsmitteln schreibt die EU-Verordnung Nr. 1169/2011 (LMIV) die folgenden obligatorischen Kennzeichnungselemente vor:

  • Handelsname.
  • Zutatenliste (einschließlich Allergene).
  • Nettofüllmenge.
  • Mindesthaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum.
  • Besondere Lager- und/oder Verwendungsbedingungen und ein Hinweis, das Produkt außerhalb der Reichweite von Kleinkindern aufzubewahren.
  • Name/Firmenname und Anschrift des in der EU ansässigen Lebensmittelunternehmers.
  • Empfohlene Tagesdosis des Produkts mit dem Hinweis, diese nicht zu überschreiten.
  • Die Menge der Stoffe mit ernährungsbezogener oder physiologischer Wirkung pro Tagesdosis.
  • Ein Hinweis, der betont, dass Nahrungsergänzungsmittel nicht als Ersatz für eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung verwendet werden sollten.

Zusätzliche Warnhinweise auf Etiketten von Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln

Je nach den in einem Nahrungsergänzungsmittel enthaltenen Zutaten müssen verantwortliche Betreiber möglicherweise zusätzliche Warnhinweise gemäß der EU-Gesetzgebung bereitstellen. Einige wichtige Inhaltsstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln, die zusätzliche Warnhinweise erfordern, sind Koffein, Pflanzenextrakte, Süßstoffe, Phytosterine, Phytostanole oder sogar andere Nährstoffe mit physiologischer Wirkung.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die EU-Kennzeichnungsvorschriften für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel streng reguliert sind und darauf abzielen, dass Verbraucher genaue und transparente Produktinformationen erhalten. Die beiden (02) wichtigsten Verordnungen, die Lebensmittelunternehmer einhalten müssen, sind die Richtlinie 2002/46/EG und die Verordnung (EU) Nr. 1169/2011. Zusätzlich müssen sie die nationalen Anforderungen jedes Mitgliedstaats erfüllen. Sich über die neuesten EU-Vorschriften und -Anforderungen für Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel auf dem Laufenden zu halten, wird Ihnen helfen, sich nahtlos in der komplexen Regulierungslandschaft zurechtzufinden und die Sicherheit und das Vertrauen der Verbraucher zu wahren.

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