Das Ministerium für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei (MAFF) hat die Aussetzung der Einfuhr von Rohmilch und unbehandelten Milchprodukten aus Griechenland bekannt gegeben, nachdem ein Ausbruch der Maul- und Klauenseuche (MKS) bestätigt wurde. Hintergrund und Auslöser: Die Notfallmaßnahme wurde eingeführt, nachdem am 15. März 2026 ein MKS-Ausbruch bei Rindern auf Lesbos, Griechenland, bestätigt und anschließend am 17. März 2026 der Weltorganisation für Tiergesundheit gemeldet wurde. MKS ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die Klauentiere befällt und erhebliche Risiken für die Tiergesundheit und die Viehzuchtindustrie darstellt.
Die Aussetzung gilt insbesondere für: Rohmilch, unbehandelte Milchprodukte, Produkte mit Ursprung in Griechenland, einschließlich solcher, die durch Drittländer transportiert werden.
Diese Maßnahmen werden gemäß den folgenden Bestimmungen umgesetzt:
Japans Tiergesundheitsanforderungen für Rohmilch und Milchprodukte
Artikel 37 und 44 des Gesetzes zur Bekämpfung von Infektionskrankheiten bei Haustieren
Bestehende Beschränkungen und Klarstellungen
MAFF stellte klar, dass:
Importe von Klauentieren und deren Produkten (ausgenommen Milch) aus Griechenland bereits nach bestehender Gesetzgebung verboten waren
Importe von Stroh und Futtermitteln aus Griechenland ebenfalls verboten sind
Die Maßnahme steht im Einklang mit internationalen Standards, insbesondere Kapitel 8.8 des WOAH Terrestrial Animal Health Code, das sich mit der Infektion durch das MKS-Virus befasst.
Auswirkungen auf den Handel
Griechische Exporteure von Milchprodukten sehen sich in Japan mit sofortigen Marktzugangsbeschränkungen konfrontiert.
Importeure müssen die strikte Einhaltung der aktualisierten Beschaffungsbeschränkungen gewährleisten.
Die Maßnahme unterstreicht Japans vorsorglichen Ansatz bei der Biosicherheit und Krankheitsprävention.
Japans schnelle Aussetzung spiegelt eine risikobasierte und vorsorgliche Reaktion auf aufkommende Tierseuchenbedrohungen wider. Durch die Beschränkung von Hochrisiko-Milchimporten zielt MAFF darauf ab, die Gesundheit des heimischen Viehbestands zu schützen und die Einschleppung von MKS in das Land zu verhindern.