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Brasilien hat sich zu einem der dynamischsten Pharmamärkte Lateinamerikas entwickelt. In den letzten Jahren hat die Nationale Gesundheitsaufsichtsbehörde (ANVISA) entscheidende Schritte unternommen, um ihren regulatorischen Rahmen zu stärken und ihre Rolle als führende Behörde auszubauen. Eine der wichtigsten Initiativen ist dasWorksharing – ein Mechanismus der internationalen regulatorischen Zusammenarbeit, der die Zulassung von Arzneimitteln in Brasilien durch die gemeinsame Bewertung von Dossiers mit anderen Behörden beschleunigt.

Arbeitsteilung vs. Rückgriff auf den regulatorischen Rahmen der ANVISA

Durch die Arbeitsteilung können zwei oder mehr Regulierungsbehörden dasselbe Dossier gleichzeitig prüfen. Im Gegensatz zum „Regulatory Reliance“ – bei dem sich eine Behörde auf eine bereits von einer anderen Behörde getroffene Entscheidung stützt – erfordert die Arbeitsteilung eine aktive und parallele Beteiligung während des gesamten Bewertungsprozesses.

Dieser Ansatz hat durch Netzwerke wie das International Pharmaceutical Regulators Programme (IPRP) und das Panamerikanische Netzwerk zur Harmonisierung der Arzneimittelregulierung (PANDRH) an Bekanntheit gewonnen, die sich für die Angleichung der Rechtsvorschriften und die internationale technische Zusammenarbeit einsetzen.

ANVISA Aktion: Beschleunigte Zulassungen durch Zusammenarbeit

Die ANVISA hat ANVISA ihr starkes Engagement für dieses Modell unter Beweis gestellt. In den letzten Jahren hat sie mit der FDA, der EMA Health Canada bei Pilotprojekten zur parallelen Bewertung von biologischen Arzneimitteln und Biosimilars zusammengearbeitet. Die Behörde beteiligt sich zudem am Project Orbis, einem internationalen Programm, das ins Leben gerufen wurde, um den Zugang zu innovativen Krebsbehandlungen zu beschleunigen.

Vor kurzem ANVISA die ANVISA die Normative Anweisung Nr. 289/2024 ANVISA , die die Verwendung von Bewertungen gleichwertiger ausländischer Regulierungsbehörden (AREE) im Rahmen des Reliance-Konzepts regelt. In der Praxis ermöglicht dies der ANVISA , Entscheidungen von Referenzbehörden wie FDA, EMA Health Canada ANVISA – wodurch Doppelarbeit vermieden, Zulassungsverfahren beschleunigt und die regulatorische Glaubwürdigkeit Brasiliens gestärkt werden.

Darüber hinaus enthält der Technische Vermerk Nr. 51/2025 Aktualisierungen für die Verfahren nach der Zulassung biologischer Produkte, wodurch Transparenz und Vorhersehbarkeit erhöht werden. Diese klareren Richtlinien helfen Unternehmen dabei, ihre Produktportfolios in Brasilien effizienter zu verwalten, insbesondere bei der Vorbereitung von Einreichungen im CTD-Format für komplexe Produkte.

Zusammen modernisieren diese Maßnahmen den regulatorischen Rahmen der ANVISA und positionieren Brasilien als zuverlässigen Akteur in der globalen Regulierungszusammenarbeit – und ebnen damit den Weg dafür, dass sich das Land weiterentwickelt, bis es sich als regulatorischer Knotenpunkt in Lateinamerika etabliert hat.

Was die Pharmaindustrie davon hat

Für Pharma- und Biotechnologieunternehmen bietet die Arbeitsteilung klare Vorteile:

  • Beschleunigte Zulassung von Arzneimitteln, wodurch wiederholte Prüfungen in verschiedenen Ländern vermieden werden.
  • Mehr Transparenz und Vorhersehbarkeit bei den Regulierungsverfahren.
  • Eine stärkere regionale Harmonisierung, die die gleichzeitige Einreichung von Anträgen in Lateinamerika erleichtert.
  • Internationale Anerkennung dank Vergleichsbewertungen mit maßgeblichen Stellen.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, auf Experten zurückgreifen zu können, die sowohl die lokalen Anforderungen der ANVISA als auch die globalen regulatorischen Standards verstehen, macht den entscheidenden Unterschied. Freyr LATAM unterstützt mit seiner regionalen Präsenz und globalen Expertise Unternehmen bei der Erstellung fundierter Dossiers und bei regulatorischen Strategien, die auf Work-Sharing- und Reliance-Prozesse abgestimmt sind.

Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt

Der Weg ist jedoch nicht frei von Herausforderungen. Worksharing erfordert harmonisierte Dossiers im CTD- oder eCTD-Format, absolute Konsistenz bei den Daten zu Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit sowie eine klare Strategie für die Kommunikation mit verschiedenen Behörden.

Die ANVISA hat ANVISA eigene Anforderungen hinsichtlich Pharmakovigilanz, Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit, die von Anfang an berücksichtigt werden müssen. Darüber hinaus sieht sich die Behörde mit operativen Einschränkungen konfrontiert, da die steigende Nachfrage nach Überprüfungen ihre internen Ressourcen stark beansprucht.

Daher muss die Vorbereitung nicht nur technischer, sondern auch strategischer Natur sein. Hier kommt die Erfahrung spezialisierter Teams wie Freyr zum Tragen: Sie sorgen für die Harmonisierung der Unterlagen, berücksichtigen frühzeitig die lokalen Anforderungen und erleichtern den direkten Dialog mit der ANVISA.

Perspektiven: Brasilien als Regulierungsdrehscheibe

Die Einführung von Arbeitsteilung und gegenseitiger Anerkennung durch ANVISA Brasilien neue Möglichkeiten, seine Position als regulatorischer Knotenpunkt in Lateinamerika zu stärken. Diese Mechanismen erhöhen die Glaubwürdigkeit der Entscheidungen der Behörde und machen den brasilianischen Markt attraktiver für globale Unternehmen, die eine gleichzeitige Markteinführung in der Region anstreben.

Das Ziel der ANVISA eine WHO Behörde ANVISA werden, untermauert einmal mehr ihre Vision, sich als internationale Referenzbehörde zu etablieren. Für die Industrie ist die Anpassung an diese Modelle der internationalen regulatorischen Zusammenarbeit nicht mehr nur eine Option – sie ist heute eine Voraussetzung, um auf einem zunehmend integrierten Markt bestehen zu können.

Schlussbemerkungen

Die Arbeitsteilung ist mehr als nur ein technisches Instrument – sie ist ein Weg zu schnelleren, transparenteren und weltweit einheitlichen Arzneimittelzulassungen. Für Pharmaunternehmen wird es entscheidend sein, diesem Modell vorzugreifen, um den Zugang zu Innovationen zu beschleunigen und ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem brasilianischen und regionalen Markt zu sichern.

In diesem Zusammenhang schafft Freyr einen besonderen Mehrwert, indem das Unternehmen sein globales Fachwissen in praktische Lösungen umsetzt, die auf das regulatorische Umfeld der ANVISA zugeschnitten sind. Die internationale Zusammenarbeit wird damit nicht mehr nur zu einem Zulassungsverfahren, sondern zu einer Wettbewerbsstrategie, die über den Erfolg künftiger Markteinführungen entscheiden kann.