Brasilien hat umfassende allgemeine Tiergesundheitsanforderungen für die Einfuhr von Milchprodukten festgelegt, die aus der Milch von Rindern, Ziegen und Schafen stammen und sowohl für den menschlichen Verzehr als auch als Tierfutter bestimmt sind. Die Anforderungen schreiben die Vorlage eines internationalen Veterinärzertifikats vor, das die Einhaltung spezifischer Tiergesundheits- und Verarbeitungsstandards bestätigt.

Nach den neuen Regeln müssen die Ursprungstiere aus Ländern oder Zonen stammen, die von der Weltorganisation für Tiergesundheit (OMSA) als frei von großen grenzüberschreitenden Tierkrankheiten anerkannt sind, einschließlich Maul- und Klauenseuche, ansteckender nodulärer Dermatitis, Pest der kleinen Wiederkäuer, Brucella-melitensis-Infektion und Rifttalfieber, oder offiziellen Kontroll- und Tilgungsprogrammen gemäß den OMSA-Standards unterliegen.

Kann der seuchenfreie Status nicht vollständig nachgewiesen werden, müssen Milchprodukte validierten thermischen oder physikalischen Behandlungen unterzogen werden, um die Inaktivierung von Krankheitserregern zu gewährleisten. Für Produkte, die für den menschlichen Verzehr bestimmt sind, gehören zu den anerkannten Behandlungen die UHT-Verarbeitung (mindestens 1 Sekunde bei ≥132 °C) oder die Hochtemperatur-Kurzzeit-Pasteurisierung (HTST), wobei die Bedingungen je nach pH-Wert der Milch variieren. Für Futtermittel gelten strengere Behandlungskombinationen, wie z. B. doppelte HTST-Pasteurisierung oder HTST/UHT in Kombination mit zusätzlichen physikalischen Maßnahmen (z. B. pH-Wert-Kontrolle, weiteres Erhitzen oder Trocknen).

Die Anforderungen betonen auch die Übereinstimmung mit dem Codex Alimentarius Code of Hygienic Practice for Milk and Milk Products, wobei sichergestellt wird, dass alternative Maßnahmen eine gleichwertige Leistung hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit und der Minderung von Krankheitsrisiken aufweisen. Darüber hinaus müssen Milchprodukte von Tieren und Betrieben stammen, die keinen offiziellen sanitären Beschränkungen im Zusammenhang mit Ausbrüchen von Infektionskrankheiten oder Tilgungsprogrammen unterliegen.

Diese Maßnahmen zielen darauf ab, Brasiliens Importkontrollen zu stärken, die Tier- und öffentliche Gesundheit zu schützen und sicherzustellen, dass importierte Milchprodukte international anerkannte Hygienestandards erfüllen.

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