Die kalifornische Staatsversammlung hat eine neue Gesetzgebung eingeführt, die darauf abzielt, die Aufsicht über Lebensmittelzusatzstoffe zu stärken und die Transparenz bei der Kennzeichnung von Inhaltsstoffen zu verbessern. Der kalifornische Gesetzesentwurf AB 2034 schlägt Änderungen am Lebensmittel-Sicherheitsrahmen des Staates im Rahmen des Sherman Food, Drug, and Cosmetic Law vor.

Der Gesetzesentwurf wurde im Februar 2026 von Dawn Addis zusammen mit den Koautoren Damon Connolly und Gregg Hart eingebracht. Die vorgeschlagene Gesetzgebung zielt darauf ab, ein staatliches Melde- und Genehmigungssystem für bestimmte Lebensmittelzusatzstoffe und diätetische Inhaltsstoffe zu etablieren, die in in Kalifornien verkauften Lebensmitteln verwendet werden.Wichtige vorgeschlagene Maßnahmen

Im Falle der Verabschiedung würde AB 2034 mehrere regulatorische Anforderungen für Lebensmittelhersteller einführen:

Staatliche Meldepflicht für neue Zusatzstoffe: Unternehmen, die beabsichtigen, einen neuen Lebensmittelzusatzstoff oder diätetischen Inhaltsstoff zu verwenden, müssten dem California Department of Public Health eine Meldung mit Sicherheitsinformationen vorlegen, die denen ähneln, die für bundesstaatliche GRAS-Meldungen erforderlich sind.

Staatliche Überprüfung und Genehmigung: Das California Department of Public Health würde die eingereichten Informationen überprüfen und könnte nach einer Bewertung der Sicherheitsdaten eine Genehmigung für den Zusatzstoff erteilen oder verweigern.

Öffentliche Transparenz: Dem Staat vorgelegte Meldungen würden in einer öffentlich zugänglichen Datenbank veröffentlicht, die es Regulierungsbehörden, Forschern und der Öffentlichkeit ermöglicht, Sicherheitsinformationen einzusehen.

Offenlegung nicht gelisteter Inhaltsstoffe: Hersteller müssten dem Staat vollständige Informationen zu den Inhaltsstoffen von in Kalifornien verkauften verpackten Lebensmitteln zur Verfügung stellen, wenn bestimmte Bestandteile nicht einzeln auf den Produktetiketten aufgeführt sind, wie z. B. Inhaltsstoffe, die unter „natürliche Aromen“ oder ähnlichen Begriffen zusammengefasst sind.

Regelmäßige Sicherheitsneubewertungen: Die Gesetzgebung würde den Staat außerdem dazu verpflichten, die Sicherheit von mindestens zehn Lebensmittelzusatzstoffen, Farbstoffen oder Nahrungsergänzungsmitteln ab 2030 alle drei Jahre neu zu bewerten.

Schließung föderaler Regulierungslücken

Befürworter des Gesetzentwurfs argumentieren, dass die Maßnahme darauf abzielt, wahrgenommene Regulierungslücken im Zusammenhang mit dem von der US Food and Drug Administration verwalteten GRAS-System (Generally Recognized as Safe) zu schließen. Im Rahmen des derzeitigen föderalen Systems können Hersteller die Sicherheit bestimmter Inhaltsstoffe ohne eine obligatorische Genehmigung vor der Markteinführung selbst bestimmen.
Gemäß AB 2034 könnten Stoffe, die nach 1958 eingeführt wurden und keiner formellen föderalen Überprüfung unterzogen wurden, zusätzliche Sicherheitsdokumente erfordern, die den staatlichen Behörden vorgelegt werden müssen, bevor sie in in Kalifornien verkauften Lebensmitteln verwendet werden dürfen.

Zeitplan für die Umsetzung
Sollte der Gesetzentwurf in seiner jetzigen Form verabschiedet werden, würden wichtige Bestimmungen – einschließlich der Melde- und Offenlegungspflichten – ab dem 1. Juli 2027 in Kraft treten.
Aktueller Stand: Im März 2026 wurde der Gesetzentwurf in der California State Assembly eingebracht und wartet auf die Beratung im Ausschuss.

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