Am 12. Februar 2026, VietQ.vn (Vietnam Quality Newspaper): In der vietnamesischen Textil- und Bekleidungsindustrie, die einem wachsenden Druck ausgesetzt ist, die Anforderungen der globalen Lieferkette hinsichtlich Transparenz in der Unternehmensführung und ESG zu erfüllen, entwickelt sich der Einsatz künstlicher Intelligenz (KI) im Personalmanagement zu einer zentralen Lösung zur Steigerung der internen Produktivität und der betrieblichen Effizienz. Ein Pilotprojekt, das bei einem Textilunternehmen durchgeführt wurde, das ein geschlossenes Produktionsmodell (Garn – Weben – Färben – Bekleidungsveredelung) mit 422 Mitarbeitern in 73 verschiedenen Positionen betreibt, zeigte deutliche Verbesserungen. Das Unternehmen, das in anspruchsvolle Märkte wie Japan exportiert und Standards wie OEKO-TEX, ZDHC, ISO 14001 und SA8000 einhält, stützte sich zuvor weitgehend auf manuelle HR-Prozesse. Dazu gehörten eine langwierige Erstellung von Stellenbeschreibungen (4–5 Tage pro Stellenbeschreibung), Kompetenzbewertungen, die 4–5 Wochen in Anspruch nahmen, nicht-SMART-konforme KPIs sowie eine nur zu 25–35 % standardisierte Dokumentation, was zu dienstaltersorientierten Gehaltsmechanismen führte, denen klare Verbindungen zwischen Stellenwert, Kompetenz und Leistung fehlten. Das Pilotprojekt, das von Juni bis November 2025 in Zusammenarbeit mit einem Forschungsteam durchgeführt wurde, integrierte KI-Tools in das 3P-Gehaltsabrechnungssystem (Position – Person – Performance), um das Personalmanagement von erfahrungsbasierten zu datengesteuerten, quantitativen und transparenten Praktiken umzugestalten. Erreichte Schlüsselergebnisse: A. Die Erstellungszeit für Stellenbeschreibungen (JD) wurde auf 2,5–3 Tage reduziert, wodurch die Produktivität bei der JD-Entwicklung um 25–30 % gesteigert wurde. B. 100 % der Stellenbeschreibungen wurden standardisiert und vollständig mit ESG integriert. C. Die Gesamtproduktivität bei der Personalbearbeitung stieg je nach Position um 20–30 %. D. Durchgängig standardisierte Personalakten, Reduzierung subjektiver/emotionaler Faktoren bei Bewertungen, transparente Gehaltsmechanismen und Einrichtung einer professionellen HR-Datenplattform. Die Initiative verdeutlicht, dass KI eher als „intellektueller Assistent“ fungiert als als Ersatz für Menschen, indem sie Prozesse beschleunigt, Abläufe standardisiert und kosteneffiziente Innovationen im Personalmanagement ermöglicht. Dieser Ansatz unterstützt eine nachhaltige Entwicklung, eine bessere Einhaltung internationaler ESG Transparenzanforderungen sowie eine gesteigerte Wettbewerbsfähigkeit für Vietnams Textil- und Bekleidungsunternehmen im Zuge der digitalen Transformation.

Verbrauchernachrichten Region
Tags zu Verbraucher-News
Nationale Kommission für Normung, Messwesen und Qualität; Textil- und Bekleidungsindustrie; Einsatz künstlicher Intelligenz (KI); Personalmanagement; Pilotprojekt