Das australische Gesundheitsministerium hat in Zusammenarbeit mit der Food Standards Australia New Zealand (FSANZ) und dem National Health and Medical Research Council (NHMRC) gesundheitsbezogene Richtwerte für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) veröffentlicht, um Standortuntersuchungen in ganz Australien zu unterstützen. Diese Richtwerte werden in erster Linie als tolerierbare Tagesdosen (TDIs) angegeben und dienen dazu, die potenzielle langfristige Exposition des Menschen gegenüber PFAS über Lebensmittel, Trinkwasser und Freizeitgewässer zu bewerten. Die Leitlinien konzentrieren sich auf drei wichtige PFAS-Chemikalien: Perfluoroctansulfonat (PFOS), Perfluoroctansäure (PFOA) und Perfluorhexansulfonat (PFHxS). Die FSANZ legte die TDI für PFOS und PFOA auf der Grundlage von Toxizitätsstudien an Labortieren fest und verwendete dabei konservative pharmakokinetische Modelle zur Extrapolation der Exposition des Menschen, da die verfügbaren epidemiologischen Daten begrenzt waren. Für PFHxS verhinderten unzureichende Daten die Festlegung einer separaten TDI; als Vorsichtsmaßnahme wird die PFHxS-Exposition jedoch mit der PFOS-Exposition kombiniert und anhand der PFOS-TDI bewertet. Auf der Grundlage dieser TDIs hat das NHMRC gesundheitsbasierte Richtwerte für Trinkwasser und Freizeitgewässer abgeleitet, um den Schutz der öffentlichen Gesundheit während der Standortuntersuchungen zu gewährleisten. Die Richtwerte sind vorsorglich und schützend und sollen Regulierungsbehörden und Untersuchungsstellen dabei unterstützen, Risiken für die menschliche Gesundheit zu bewerten und betroffene Gemeinden hinsichtlich der Minimierung der PFAS-Exposition zu beraten. Die Richtwerte für Freizeitgewässer sind höher als die Grenzwerte für Trinkwasser, was die geringere Expositionshäufigkeit und das geringere Expositionsvolumen widerspiegelt. Diese Werte beinhalten große Sicherheitsmargen und werden voraussichtlich deutlich unter den Werten bleiben, die mit gesundheitsschädlichen Auswirkungen in Verbindung gebracht werden. Die Leitlinien wurden national und international einer Peer-Review unterzogen und zuletzt am 4. Dezember 2025 aktualisiert, um der laufenden behördlichen Aufsicht Rechnung zu tragen.
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