„Die FSANZ hat mit dem Vorschlag P1060 eine umfassende Änderung veröffentlicht, die wesentliche Neuerungen hinsichtlich der Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit von Eiern, die Primärproduktion und die Verarbeitung im Rahmen des Australia New Zealand Food Standards Code vorsieht. Die am 4. Dezember 2025 im Amtsblatt veröffentlichte Änderung tritt 18 Monate nach dem Datum der Veröffentlichung in Kraft.
Die Änderung überarbeitet Standard 4.2.5 (Eier und Eiprodukte) umfassend, aktualisiert die Tabelle der Bestimmungen und modernisiert die regulatorischen Anforderungen in allen Phasen der Eierproduktion und -verarbeitung. Zu den wichtigsten Änderungen gehören:
Aktualisierte Definitionen für zerbrochene Eier, gesprungene Eier, Herde, Geflügelstall und Auslaufbereich.
Die verbindliche Einhaltung der allgemeinen Anforderungen an das Lebensmittelsicherheitsmanagement gemäß Standard 4.1.1.
Neue Auflagen in Bezug auf Tiere und Schädlinge, um sicherzustellen, dass diese die Eier nicht gefährden.
Anforderungen an Eierproduzenten, um sicherzustellen, dass Auslaufbereiche, Räumlichkeiten und Ausrüstung die Eier nicht verunreinigen.
Einführung von Umweltprobenahmen (Abschnitt 9A), die eine Untersuchung auf Salmonella Enteritidis in jedem Geflügelstall vorschreiben.
Verschärfte Vorschriften für die Lagerung und den Transport von Eiern und Eibrei (Abschnitt 9B).
Verbesserte Rückverfolgbarkeit, wobei jedes Ei eindeutig gekennzeichnet werden muss und sowohl Erzeuger als auch Verarbeiter detaillierte Aufzeichnungen führen müssen.
Eindeutige Verbote für den Verkauf oder die Abgabe von zerbrochenen Eiern oder Eiern, die für den menschlichen Verzehr ungeeignet sind.
Erweiterte Pflichten für Eierverarbeiter, darunter Reinigungsvorschriften, Kennzeichnungsvorschriften, Aufzeichnungen über die Verarbeitung sowie die Gewährleistung einer sicheren Zeit-Temperatur-Kontrolle für Eier und Eiprodukte.
Ergänzungen zu Norm 2.2.2, wonach Eier für den Einzelhandel oder den Verkauf an Gastronomiebetriebe einzeln gekennzeichnet werden müssen.
„Diese Änderungen zielen darauf ab, die Sicherheit von Eiern zu erhöhen, die Überwachung von Krankheitsrisiken zu verbessern, die Rückverfolgbarkeit zu stärken und die Praktiken der Branche an moderne Standards der Lebensmittelsicherheit anzupassen.“